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Die größten Firmenpleiten der Geschichte - Einige Beispiele

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Wenn die Liquidität einzelner Unternehmen in Gefahr gerät und Firmenpleiten drohen, so sind meistens die Mitarbeiter und die langjährigen Konsumenten...

Wenn die Liquidität einzelner Unternehmen in Gefahr gerät und Firmenpleiten drohen, so sind meistens die Mitarbeiter und die langjährigen Konsumenten bzw. Kunden des betroffenen Unternehmens die Leidtragenden. Nicht immer ist eine schlechte Wirtschaftslage die Ursache dafür, dass ein Unternehmen den Betrieb einstellen oder in veränderter Weise weiterführen muss. Fehlentscheidungen von hochbezahlten Managern lassen die Anzahl der Insolvenzen immens ansteigen. (Mehr zum Thema: Die größten Firmenpleiten in Deutschland und weltweit: Top 10)

Von Schlecker bis Lehman Brothers

  • Zu den aktuelleren Firmenpleiten zählt die ehemalige Handelskette Schlecker. In jeder Stadt waren die Läden zahlreich präsent. Negative Schlagzeilen machte das Unternehmen in der Vergangenheit durch Dumpinglöhne und die Frage um die Sicherheit der Mitarbeiter.

  • Die Insolvenz von Arcandor hat ebenfalls die Wogen hochschlagen lassen. Binnen weniger Jahre ist es dem Missmanagement zu verdanken, dass das traditionsreiche Unternehmen Karstadt, das auf mehr als 125 Jahre Unternehmenskultur zurückblicken konnte, in massive Zahlungsschwierigkeiten geriet.

  • Auch vor den renommierten Versandhäusern machten die Firmenpleiten keinen Halt. Neckermann und Quelle gingen aus der Fusion mit Karstadt wenig erfolgreich hervor und mussten Insolvenz anmelden. Während Quelle sich einigermaßen wieder am Markt etablieren konnte, wird der Versandhandel von Neckermann durch einen Insolvenzverwalter fortgeführt.

  • Jeder kennt sie und besonders die ältere Generation trägt vorzugsweise die hochwertige Unter- oder Nachtwäsche der Firma Schiesser. Nach einer Umstrukturierung und einer Übernahme eines israelischen Konsumgüterunternehmens ist die altbewährte Marke dem Markt erhalten geblieben.

  • Als besonders negatives Beispiel von Missmanagement dient die Modemarke Escada. Die Ziele des eingeschlagenen Expansionskurses lagen weit über den realisierbaren Möglichkeiten, sodass letztendlich die daraus resultierende Zahlungsunfähigkeit den Geschäftsbetrieb still legte.

  • Während sich Unternehmer wie Philip Holzmann sehr hoch verschulden, sind die wirklich Leidtragenden von Firmenpleiten die Mitarbeiter. Mitunter können auch die wenig aussichtsreichen Rettungsversuche eines ehemaligen Bundeskanzlers die Betriebsschließung nicht abwenden.

  • Auch Leo Kirch gehört mit seinem Unternehmen KirchMedia auf die Liste der geschichtsträchtigen Firmenpleiten. Bei einer Überschuldung von ca. 6,5 Milliarden Euro trug die Verletzung des Bankgeheimnisses dazu bei, dass der mächtige Medienkonzern binnen kurzer Zeit zerschlagen wurde.

  • Agieren Unternehmen weltweit, so können sich diese Firmenpleiten international auswirken. Die Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehmann Brothers brachte für die globalen Finanzmärkte einen starken Aufruhr. Der zurückgelassene Schuldenberg soll weit über 200 Milliarden US-Dollar betragen. Zudem löste die Insolvenz eine Klagewelle privater Anleger aus, die sich nicht korrekt beraten fühlten.

  • Im Zeitablauf sind viele bekannte und auch bewährte Marken nicht mehr im Handel erhältlich oder werden unter einem anderen Namen vertrieben. Die Nebenerscheinungen einer Firmeninsolvenz können mitunter größere Kreise schlagen, als auf den ersten Blick angenommen wird. Besonders die Zahlungsunfähigkeit und die damit verbundenen Lieferschwierigkeiten von Zulieferern können sich negativ auf die Umsätze von, im Grunde solventen, Unternehmen auswirken.

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