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Österreichs Wirtschaft im Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Die österreichische Wirtschaft ist bekannt für ihre sozialen Grundzüge und die niedrige Arbeitslosigkeit. Doch wie sieht sie genau aus?

Die österreichische Wirtschaft ist bekannt für ihre sozialen Grundzüge und die niedrige Arbeitslosigkeit. Doch wie sieht sie genau aus?

Zahlen und Fakten

Kurzer geschichtlicher Überblick zu Österreichs Wirtschaft:
Schon 1947 wurde aufgrund hoher Inflation der Schilling eingeführt. 1948 schlossen die USA und Österreich das Abkommen zum Marshallplan: Danach bekam Österreich Mittel als Grants in der Form von dringend benötigten Sachgütern. Dafür hatte Österreich den Schilling zu stabilisieren und den Staatshaushalt ausgeglichen zu gestalten. Durch Verstaatlichungen der Grundstoffindustrie und der Elektrizitätswirtschaft wollte man die Grundsteine für wirtschaftlichen Aufschwung legen. Dadurch wurde auch die Arbeitslosigkeit gut eingedämmt. In den 1990ern begann man staatliche Betriebe zu privatisieren.

 

Daten zu Österreichs Wirtschaft:
Das wirtschaftliche Wachstum Österreichs, das als reale BIP-Veränderung berechnet wird, betrug während 2000-2005:2000 3,4 Prozent, 2001 0,8 Prozent, 2002 1 Prozent, 2003 1,4 Prozent, 2004 2,4 Prozent und 2005 1,8 Prozent.
Vermögen in Österreich: Das Vermögen ist in Österreich nicht gleich verteilt. Ein Zehntel aller österreichischen Haushalte verfügen über ein Nettovermögen von unter 1000 Euro, die Hälfte aller Haushalte hat weniger als 76.000 Euro. Ein Zehntel aller Haushalte nur verfügt über Vermögen von rund 540.000 Euro.


Größte Unternehmen in Österreichs Wirtschaft:
Nach Nettoumsatz sind die 8 größten Unternehmen in Österreich der OMV Konzern, Spar Österreich, Rewe group, Porsche Holding, Bauholding Strabag, voestalpine, Magna Steyr, Österreichische Bundesbahn. Nach den Mitarbeiterzahlen sind die 8 stärksten Unternehmen in Österreichs Wirtschaft Spar Österreich, Rewe Group, Österreichische Bundesbahnen, Bauholding Strabag, Österreichische Post, voestalpine, Trenkwalder Personaldienste und ISS Central Europe Holding.


Zu den Wirtschaftssektoren:

Der Primärsektor, als Bergbau und Landwirtschaft, hat einen Anteil von 1,9 Prozent am österreichischen BIP. Der sekundäre Sektor, also der Wirtschaftsbereich der Verarbeitung von Rohstoffen und der Sachgüterherstellung nahm im Jahr 2004 31 Prozent des BIP ein. Österreich hat eine sehr fortschrittliche Industrie. Bekannt sind Unternehmen wie Alpla (Flaschenabfüller), Austria Metall AG (Walzprodukte), Blum (Möbelbeschlägehersteller), OMV, Swarovski, Red Bull, … Das größte österreichische Industrieunternehmen stellt die Österreich-Niederlassung des deutschen Siemens-Konzerns dar. Der tertiäre Sektor mit den Dienstleistungen umfasst auch die öffentliche Verwaltung. Er hatte 2004 einen Anteil von 67 Prozent am BIP Österreichs. Die Dienstleistungen machen in Österreich den größten Brocken an Wirtschaftsleistungen aus. Es dominieren Tourismus, Handel und Bankwesen. Die größten österreichischen Dienstleistungsunternehmen sind Spar, Raiffeisen, Hypo-Bank, Strabag und Telekom Austria.

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