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So werden Unternehmen grün

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Umweltschutz sollte für alle Unternehmen auf der Agenda stehen.
Diese tragen gesellschaftliche Verantwortung und können konkrete Schritte setzen, um diese auch wahrzunehmen.

3>Gesellschaftliche Verantwortung

Namhafte Unternehmen können hier eine Vorreiterrolle übernehmen und so maßgeblich zu dieser Zielsetzung beitragen. Verantwortung, Nachhaltigkeit, Umweltschutz - das sind Schlagwörter, die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen. Doch wie “grün” können große Unternehmen bei all dem Wettbewerbsdruck und den diversen Anforderungen im Betriebsalltag eigentlich sein? Welche Maßnahmen können konkret gesetzt werden?
Fakt ist, dass sich in Österreich in letzter Zeit einiges getan hat. Schon 1990 wurde das österreichische Umweltzeichen geschaffen, welches Produkte und Dienstleistungen umweltfreundlicher machen sollte. Dennoch ist der Energieverbrauch seit 1990 um fast 40 Prozent gestiegen. Ein einheitliches Umweltschutzgesetz fehlt bis dato in Österreich - die Gesetzgebung setzt sich viel mehr aus verschiedenen Teilgesetzen zusammen. Unternehmen sind gefordert, selbst Initiative zu ergreifen und die Vorreiterrolle zu übernehmen.

 

Maßnahmen auf Unternehmensebene

Im März 2014 fand unter dem Motto “Licht aus!” die nunmehr 8. Earth Hour statt. Die Initiative begann 2007 im australischen Sydney und erfreut sich mittlerweile globaler Unterstützung. Auch Unternehmen aus Österreich beteiligten sich wieder fleißig an der Aktion und die Beleuchtung vieler Geschäftseinrichtungen blieb abgedreht. Ein symbolisches, aber dennoch deutliches Zeichen, für mehr Energiebewusstsein.

Als möglicher Wirtschaftsmotor werden hierbei auch sogenannte Green Jobs gesehen. Das sind Berufsbilder, die in direktem Zusammenhang mit der Umweltwirtschaft stehen. Dabei werden oftmals Stellenausschreibungen wie UmweltberaterIn oder SolartechnikerIn beworben.

Bereits 2012 wurde in Österreich die Möglichkeit geschaffen, zertifizierte “Green Meetings” abzuhalten. Dabei werden vor allem Energieeffizienz, regionale Wertschöpfung und Ressourcenschonung forciert. Es soll dadurch gezeigt werden, dass Nachhaltigkeit in der Wirtschaft weder teuer, noch aufwändig sein muss. Es erfordert schlicht und einfach langfristiges Umdenken. In der Praxis werden dann zum Beispiel nur energiesparende Geräte verwendet und auf Papierverbrauch wird komplett verzichtet.

Im Betrieb selbst bieten sich noch unzählige weitere Maßnahmen an. So können Geschäftsreisen via Videokonferenz, von der Autobahn auf den Daten-Highway verlegt werden, um enorme Mengen an CO2 einzusparen. Unternehmen können Produkte kleiner und somit effizienter verpacken.

Eine weitere, immer beliebter werdende Maßnahme ist die Umstellung auf Elektromobilität. Der wohl größte Vorteil ist, dass im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen bis zu 80% weniger Treibhausgase und Schadstoffemissionen produziert werden. Außerdem kann somit die Abhängigkeit des Verkehrs von Mineralölimporten verringert und langfristig eine Energieautarkie mittels erneuerbaren Energien aus heimischen Produktionen ermöglicht werden. Ein zusätzlicher Pluspunkt, sind die geringen Betriebs-, sowie Wartungskosten, da die Strompreise um einiges niedriger und stabiler sind als die Preise für Benzin oder Diesel.

Umweltschutz darf aber nicht nur von der Führungsetage ausgehen. Alle Mitarbeiter sollten über die Maßnahmen im Unternehmen und deren Notwendigkeit informiert werden, um ein kollektives Problembewusstsein zu schaffen. Jeder, das Unternehmen sowie die gesamte Belegschaft, hat eine gewisse Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt.
Wird auf allen Ebenen ein wahrnehmbares Umweltengagement im Betrieb erreicht, so zieht das auch weitere Ideen und Initiativen nach sich und heimische Unternehmen können “immer grüner” werden.

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