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Was ist eine Marktwirtschaft?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Die Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung,...

Die Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung, nach der vor allem in westlichen Demokratien, unter anderem hier in Deutschland, ghandelt wird. Diese Form sorgt für eine weitestgehende Trennung zwischen Staat und Wirtschaft. Dabei werden jedoch zwei verschiedene Formen unterschieden: die freie und die soziale Marktwirtschaft. In der freien Marktwirtschaft hat der Staat keinen Einfluss auf das wirtschaftliche Geschehen, sondern stellt nur die Rahmenbedingungen des Rechtes auf Besitz, Vertrags- und Gewerbsfreiheit etc. In der sozialen Marktwirtschaft sorgt der Staat für eine soziale Absicherung.

Die wichtigsten Fakten zum Begriff der Marktwirtschaft

Merkmale:

  • Das Wichtigste, was diese Form der Wirtschaftsordnung ausmacht, ist die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage.
  • Das heißt, dass der Preis sich nach der Knappheit der Güter und der Zahlungsbereitschaft der Kunden richtet.
  • Die Produktionsmittel und Güter sind in Privat- und nicht in Staatsbesitz. Somit hat jeder das Recht mit seinem Besitz zu handeln.
  • Es besteht freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl. Es kann also niemandem vorgeschrieben werden, als was er zu arbeiten hat, auch wenn in einem Berufszweig Arbeitskräfte fehlen.
  • Es besteht ein freier Wettbewerb, also Konkurrenz, in dem Anbieter ihre Produkte möglichst qualitativ und kostengünstig an die Nachfragenden zu verkaufen versuchen, um einen optimalen Gewinn zu erzielen und Bedürfnisse zu befriedigen.
  • Der Konkurrenzkampf stellt sicher, dass die Nachfragenden eine Wahl haben, welches Produkt bzw. Dienstleistung sie in Anspruch nehmen. Ansonsten entsteht ein Angebotsmonopol.
  • Die Produktion ist abhängig von der Nachfrage.

Gefahren:

  • Wenn es auf der Seite der Anbieter nur einen Produzenten gibt, spricht man von einem (Angebots-) Monopol.
  • Das bedeutet, dass jeder Kunde, der dieses Produkt oder Dienstleistung in Anspruch nehmen will, von diesem einen Anbieter abhängig ist. Und Abhängigkeiten führen oft zu Machtmissbrauch.
  • Eigentlich verboten und doch immer wieder zu finden sind Kartellbildungen, bei denen unabhängige Unternehmen durch Preis- und Verhaltensabsprachen den freien Wettbewerb beeinträchtigen.
  • Durch Lohn- und Zinsschwankungen ändern sich auch die Bedürfnisse und die Bereitschaft Geld auszugeben.
  • Somit kommt es zu Konjunkturschwankungen, die sich zwar positiv, aber auch negativ auf die Wirtschaft und den Wohlstand auswirken.

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