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Alles zu Photovoltaik-Anlagen in Österreich: So ist die PV-Situation

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Installation nahezu bei jedem Objekt möglich - auch in Österreich.

Die Sonne liefert jeden Tag mehr als 10.000 Mal an Energie, die wir weltweit benötigen und das kostenlos. Photovoltaik-Anlagen fangen genau diese Energie auf und wandeln sie in Solarstrom um. Die Installation ist auf nahezu jedem Objekt möglich. Falls das noch nicht überzeugend genug war – im Folgenden wird auf weitere Vorteile und die aktuelle Situation in Österreich eingegangen. 

3>Vorteile

Die Installation einer PV (wie Photovoltaik im Fachjargon abgekürzt wird), bietet einige ökologische sowie ökonomische Vorteile. Die Anlage liefert saubere und umweltfreundliche Energie und verringert den CO2 Fußabdruck. Somit kann der Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

Photovoltaikmodule können auf bereits bestehenden Gebäuden ohne großen Aufwand montiert werden. Die Installation steigert den Wert der Immobilie zudem erheblich. Der Strom wird geräusch-, geruchs- und emissionslos erzeugt. Daher hat die Anlage keinerlei negativen Einfluss auf die Umwelt.

Die Sonne steht als unerschöpfliche und unbegrenzte Energiequelle zur Verfügung und die Nutzung dieser ist, wie bereits erwähnt, als solche kostenlos. Diese Art von Energiegewinnung macht unabhängig von den immer höher werdenden Strompreisen, ist also daher rentabel und krisensicher. Auf Dauer werden die Stromkosten enorm gespart, denn: je höher der Eigen-Energieverbrauch, desto höher die Wirtschaftlichkeit.

PV-Anlagen sind zudem extrem wartungsarm, da es keine beweglichen Teile gibt. Der Verschleiß durch bewegte Teile ist somit ausgeschlossen. Eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren wird gewährleistet.

 

Situation in Österreich

Im Jahr 2013 verzeichnete erfreulicherweise Österreich eine gesamt installierte Menge von 263,089 Megawattpeak. Somit wurde eine Steigerung von 49.7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Mit diesen Werten befindet sich Österreich international, nach einem Spätstart, in einem dramatischen Aufholprozess. Es wird auch davon ausgegangen, dass sich zukünftig immer mehr Österreicher für eine PV-Anlage interessieren werden. Der Zeitpunkt zur Errichtung einer Anlage in Österreich ist so günstig wie noch nie, da die Anlagenpreise gegenüber dem Vorjahr nochmals gesunken sind. Es wird empfohlen noch vor dem Sommer eine Anlage zu bauen, um die Jahreszeit der heißen Sommerstunden auskosten zu können und die Stromrechnung zum Schmelzen zu bringen.

 

Zu wenig Sonne in Österreich?

Viele beschäftigt die Frage, ob Österreich überhaupt ein geeigneter Standort für Photovoltaik sei. Diesen Mythos räumt Hans Kroneberger, Präsident des Bundesverbands Photovoltaic Austria auf. Laut ihm, ist Österreich ein Land mit sehr guter Sonneneinstrahlung und grundsätzlich sogar in einer besseren geografischen Lage als einige andere Länder, die bereits viel mehr in die Photovoltaik Technik investiert haben. Laut der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie (AEE) erhält man pro installierten Kilowatt, das sind ca. 7m², 1000kWh pro Jahr. Demnach lässt sich der Stromverbrauch eines Durchschnittshaushalts decken.

Außerdem: Auch bei geringer Sonneneinstrahlung wandelt die PV-Anlage Licht in Strom um. Hierbei kommen die Wechselrichter, die einen sehr guten Wirkungsgrad haben, ins Spiel.

 

Förderungen

Der Förderstart für private Anlagen begann am 12.3.2014 mit einem Förderbudget von 26,8 Millionen. Das bedeutet rund 21.000 Anlagen können insgesamt gefördert werden. Neu ist, dass nun auch Anlagen für Betriebe und Vereine eine Förderung erhalten können. Bei beiden Förderungsarten ist zu beachten, dass die Anlage innerhalb von 12 Wochen vollständig  abgerechnet sein muss und die Bescheide vorzulegen sind. (Prüfprotokolle, Schlussrechnung, etc.) Ist das nicht der Fall, erlischt der Anspruch auf die Förderung für das restliche Jahr. 

Weitere Informationen: PV-Austria 

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