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Letztes Update am 11.03.2015, 10:18
Mit wenigen Handgriffen und weiterhin gewohntem Komfort, lässt sich einfach Strom sparen.

Zusätzlich zur Nettomiete können die Betriebskosten einer Wohnung an die Mieter weitergegeben werden. Das gilt allerdings nur für jene Kosten, die auch im gesetzlichen Katalog der Hausbetriebskostenausgaben aufgeführt sind. Auch hier sollte man als Mietnehmer konkrete Maßnahmen setzen, um jedes Einsparungspotenzial ausnützen zu können.

 

Nach dem österreichischen Mietrechtsgesetz zählen zu Betriebskosten unter anderem Stromkosten, Versicherungsprämien, öffentliche Abgaben oder die Müllentsorgung. Werden nicht gesetzlich relevante Betriebskosten weiterverrechnet, sollten Mieter unbedingt Einspruch dagegen erheben. Im Sinne einer Kostenreduktion macht es außerdem durchaus Sinn, sich über Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu informieren. Denn dazu ist nicht gleich eine Wärmedämmung oder ein Komplettaustausch der Fenster notwendig.

 

Löwenanteil für Heizung

Laut einer Datenerhebung im Auftrag von „Zeit Online“ macht die Heizung im Wohnsektor mit 52 Prozent mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs aus. Schätzungen der Wiener Arbeiterkammer zufolge kann die Quote, je nach Gebäudetyp und Dämmung, gar bis zu 80 Prozent ausmachen. Grund genug also, beim Einsparen zuerst hier anzusetzen.

Durch die Regelung der Raumtemperatur kann nämlich viel Energie gespart werden, Thermostatventile sind hier eine sinnvolle Investition. Türen sollten außerdem möglichst geschlossen gehalten, und in Räumen, in denen man sich wenig aufhält, sollte unbedingt die Heizung gedrosselt werden. Macht die Heizung glucksende Geräusche, so sollte diese entlüftet werden, um die Wärmeabgabe zu optimieren. Ebenso sollten Heizkörper nicht von Möbeln oder Vorhängen in ihrer Wirkung blockiert werden. Der Kardinalfehler: Beim Verlassen der Wohnung die Heizung komplett abstellen. Das ist kontraproduktiv. Cleverer ist es, die Temperatur nur um 3 bis 4 Grad zu senken.

Strom und Wasser sparen

Ein Großteil der modernen Elektrogeräte verfügt über eine Standby-Funktion. Alleine diese Betriebsform verursacht laut Arbeiterkammer aber jedem Haushalt in Österreich über 50 Euro jährlich. Besser ist es hier, auf abschaltbare Steckerleisten zurückzugreifen. Für das Warmwasser fällt durchschnittlich zehn Prozent des Energiebedarfs im Haushalt an. Auch hier gibt es in der Regel brach liegendes Einsparpotenzial. Duschen spart gegenüber einem Vollbad bis zu 75 Prozent an Wasser. Ein tropfender Wasserhahn kann monatlich einen Mehrverbrauch von 200 Litern verursachen. Fließwasser ist bei Tätigkeiten wie Abwaschen oder Rasieren nicht ständig notwendig. Ratsam sind generell Durchflussbegrenzer als Zwischenstück.

Lange Rede, kurzer Sinn: Betriebskosten sollte man zuerst dort einsparen, wo die größten Kostenanteile verursacht werden. Wer die Heizung sowie den Strom- und Wasserverbrauch in den Griff bekommt, kann effektiv Energie und somit bares Geld sparen.

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