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Letztes Update am 11.03.2015, 09:49
Intelligentes Wohnen vereint Energiesteuerung und Komfort im eigenen Zuhause.

Smart Home steht für ein intelligentes System, welches den Energiebedarf zentral ermitteln und diesen bedarfsgerecht steuern soll. Neben Energie- und Kosten-Ersparnis sind Sicherheit und Wohnlichkeit die größten Vorteile der Technologie.

Intelligentes Wohnen für alle

Intelligentes Wohnen kann grundsätzlich in jedem Haushalt installiert werden. Die Hersteller versprechen einfache Konfiguration und eine Einrichtung, die auch ohne Hilfe vom Fachmann durchgeführt werden kann. Smart Homes können flexibel auf Impulse von außen reagieren – beispielsweise reguliert sich die Heizung, je nach Außentemperatur, selbständig. Jalousien können bei Sonneneinstrahlung geschlossen und die Raumbeleuchtung bei Betreten eines dunklen Raums automatisch aktiviert werden.

Breites Angebot

Varianten gibt es am Markt also unzählige. „Das beste System ist das, welches meine Anforderungen zuverlässig umsetzt“, weiß Alexander Schaper, Geschäftsführer der deutschen SmartHome Initiative. Neben der einfachen Bedienbarkeit wird von den Anbietern auch mit Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit geworben. Mittels Software-Updates werden die Geräte und Zusatzdienstleistungen laufend auf dem aktuellen Stand gehalten. Der Grund für die momentan noch bescheidene Verbreitung derartiger intelligenter Wohnkonzepte – weltweit nutzen laut Statistikdienst Statista rund fünf Prozent der Haushalte Smart-Home-Systeme – ist auch ein strategischer. Die Anbieter betreiben noch kein Power Selling, sondern wollen den Markt schrittweise erobern und gleichermaßen die Smart-Home-Produkte optimieren.

Smart Home gehört die Zukunft

Glaubt man aktuellen Prognosen, dann wird sich der weltweite Anteil von Smart-Home-Systemen bis 2020 mehr als verdoppeln. In Österreich werden bis dahin die sogenannten Smart Meters (intelligente Stromzähler) auf beinahe alle Haushalte zukommen: Laut EU-Richtlinie muss nämlich jedes Mitgliedsland bis 2020 mindestens 80 Prozent der Verbraucher damit ausstatten. Österreich hat sich die Latte hier noch höher gesetzt – bei uns wird ein Ausbau auf 95 Prozent angestrebt. Neben der effizienteren Energienutzung steht Smart Home auch für ein deutliches Plus an Wohn- und Lebensqualität. Kritik gibt es allerdings auch: So befürchten Datenschützer, dass sich durch solche Konzepte Rückschlüsse auf Lebensgewohnheiten und Privatsphäre ziehen lassen.

Alles in allem sind die Weichen im Bereich Wohnen schon jetzt in Richtung intelligentes Zuhause gestellt. Neben Energieeinsparungen kann Smart Home auch mit Lebensqualität punkten. Prognosen und zukünftige Richtlinien sprechen deutlich für eine rasante Nachfragesteigerung für Smart-Home-Lösungen in den nächsten Jahren.

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