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Letztes Update am 11.03.2015, 10:01
Gute Wärmedämmung und moderne Heizsysteme sind Schlüsselfaktoren.

In Österreich wird rund die Hälfte des Jahres geheizt, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen. Das geht ins Geld – und zwar meist mehr als nötig. Denn die Heizkosten lassen sich beachtlich reduzieren, auch ohne gleich das ganze Haus dämmen zu müssen.

Gut verpackt mit Dämpfstoffen

Wer heute ein Haus baut oder saniert wird zwangsläufig mit dem Thema Wärmedämmung konfrontiert werden, vom Klassiker Styropor bis hin zu Kork kann alles verwendet werden, wie Stroh, Wolle oder gar Luft. „Mehr als 80 Prozent der Fassaden sind mit Styropor verkleidet“, schätzt IBO-Geschäftsführer Bernhard Lipp. Der Experte für Ökologie am Bau merkt hierzu an, dass aus ökologischer Sicht Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen dem Styropor vorzuziehen wären. Was die Wärmedämmung betrifft, sind bei vielen Immobilien in der Praxis die Fenster als Schwachstelle aufzuspüren.

 

Unkompliziert abdichten

Die gute Nachricht: Fenster lassen sich rasch und unkompliziert abdichten. Mit Silikon, Holzkitt oder einem Dichtungsband an der Innenseite der Fensterflügel, lassen sich die Mängel eines undichten Rahmens schnell entschärfen. Letzteres ist auch bei Türen ein guter Tipp. Wer mehr investieren will, kann Wärmeschutzfenster mit spezieller 3-Scheiben-Verglasung einsetzen lassen.

Immer beliebter wird der Vollwärmeschutz, also ein Wärmedämmsystem aus mindestens drei Schichten. „Wärmeverbundsysteme sind immer nur so gut, wie die Qualität ihrer Verarbeitung. Man sollte die Anbringung daher lieber den Profis überlassen“, rät Clemens Hecht von der ARGE Wärmedämmsysteme.

Heizung auf Vordermann bringen

Eine durchschnittliche Heizungsanlage ist laut dem Wiener Installateur-Meister Robert Breitschopf im Laufe einer Saison mindestens 1400 Stunden in Betrieb. Es versteht sich also von selbst, dass hier regelmäßig Überprüfungs- und Wartungsmaßnahmen notwendig sind. Das erhöht die Heizleistung und somit die Energieeffizienz. Moderne Thermostatventile und Heizungsregler mit automatischer Nachtabsenkung verringern zudem den Energieverbrauch. Ist das Heizsystem bereits älter als 15 Jahre, so sollte man sich langsam über einen Tausch Gedanken machen. Apropos Temperatur: Schon ein Grad weniger sorgt für eine Heizenergieersparnis von etwa fünf Prozent. Wer die Heizkörper von dicken Vorhängen oder davorstehenden Möbeln befreit, sorgt für eine optimale Wärmeausbreitung im Raum.

Alles in allem sind die wirkungsvollsten Maßnahmen gleichzeitig auch die aufwendigsten. Allerdings kann hier auch im großen Stile eingespart werden. So bringt die Dämmung der obersten Geschoßdecke rund ein Viertel an Heizkostenersparnis eine Außenwanddämmung gleich noch mal so viel. Ausführliche und umfassende Beratung von den Profis ist dabei stets empfehlenswert.

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