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Mobile Evolution: Kann man dem Vormarsch der Elektromobilität entkommen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Zur Energiewende mit Elektroautos.

Konkret fasst der Begriff der Elektromobilität den Gebrauch von Elektrofahrzeugen zusammen. Gleichzeitig steht er aber auch für die Entwicklung und Unterstützung von Projekten, welche die Nutzung von Elektrofahrzeugen fördern. Obwohl also jedem ungefähr klar ist, womit sich die Elektromobilität befasst bzw. wofür sie sich einsetzt, wenn er den Begriff hört, ist der Stellenwert innerhalb der Gesellschaft noch lange nicht so deutlich erkennbar. Kann man den Umstieg auf Elektromobilität somit als gesellschaftliches Ziel definieren, oder liegt die Verantwortlichkeit hierfür nur auf individueller Ebene?

 

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Historischer Exkurs

  • Generell könnte man glauben, das Bewusstsein für Elektromobilität habe sich im europäischen Raum erst mit dem Think City von 2009 entwickelt, dem ersten Elektroauto am europäischen Automarkt.
  • Weniger bekannt ist es, dass das erste Elektroauto schon vor über 100 Jahren in Zusammenarbeit eines österreichischen Kutschenfabrikanten mit Ferdinand Porsche entwickelt wurde.
  • Das erste Elektroauto P1, unter dem Kürzel von Porsche selbst (P1) inoffiziell benannt, hatte schon damals eine Reichweite von bis zu 80 km.
  • Mit der Bestrebung ein Elektroauto zu entwickeln, da es eine geringere Lärm- und Abgasbelästigung darstelle, waren die beiden aber nicht allein. Schon damals existierte ein für damalige Verhältnisse großer Markt für Elektroautos.
  • Leider schaffte das Elektroauto nicht den schon damals verdienten Durchbruch und wurde durch die Konkurrenz von Benziner-und Dieselmodellen schon in den 1920-er Jahren wieder vom Markt gedrängt.

Die leise Revolution

Besonders in den letzten Jahren hat sich die Elektromobilität sehr stark weiterentwickelt und durchaus zu gesellschaftlicher und politischer Resonanz geführt. Die EU- Kommission hat Förderprogramme eingerichtet, die in die Forschung und Entwicklung investieren sollen. Aber auch die nationalen Bestrebungen steigen und man rechnet bis 2020 in Deutschland und Österreich mit mehreren Millionen Elektroautobesitzern. Am Aufbau einer umfangreichen Versorgungsinfrastruktur wird gearbeitet, hier kann man auch von privater Seite, durch die Einrichtung einer Stromtankstelle gut nachhelfen. Das Ziel vieler Anbieter ist es hier, bis 2020 ein Versorgungsnetz aufzubauen, dass öffentliche Ladesysteme ca. alle 60 km gewährleistet.

 

 

 

Der Elektromobilität wird also auch auf internationaler Ebene Aufmerksamkeit zuteil, der Markt entwickelt sich stetig und die Nachfrage steigt. Doch der Durchbruch ist noch nicht geschafft, zu viele günstige Möglichkeiten gibt es am Automarkt, dem Kauf eines Elektroautos auszuweichen. Obwohl moderne Exemplare teilweise schon nicht mehr verhältnismäßig teurer sind, als herkömmliche Benziner- oder Dieselmodelle, steckt das Vertrauen gegenüber E-Fahrzeugen noch in den Kinderschuhen.

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