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Österreichs ökologischer Fußabdruck

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38

Der ökologische Fußabdruck. Dieser Wert beschreibt die Fläche auf der Erde, die eine Person benötigt, um Lebensstandard und Lebensstil dauerhaft aufrecht zu erhalten. Um eine faire Verteilung der Ressourcen auf unserem Planeten anzustreben, dürfte jeder Mensch nur etwa 1,4 Hektar benötigen. Der Fußabdruck Österreichs kann demnach durchaus als alarmierend eingestuft werden. Würde jeder so leben, wie wir Österreicher, so bräuchten wir 3 ganze Planeten mit dem Ressourcenreichtum der Erde. Das Konzept des ökologischen Fußabdrucks wurde also eingeführt, um auf konkrete Nachhaltigkeitsdefizite hinzuweisen. Angesichts der genannten Dimensionen tut es dies ziemlich eindrucksvoll.

 

Strategien zur Verringerung des Fußabdrucks

Um in Österreich eine nachhaltige Lebensweise durchzusetzen, müssen wir unseren Fußabdruck in Zukunft um ungefähr 70 Prozent verringern. In den 1980er-Jahren wurde bereits die “magische Grenze” überschritten. Die Menschheit hat ab diesem Zeitpunkt stetig mehr an Ressourcen verbraucht als eigentlich zur Verfügung stehen. Daher heißt es jetzt rasch zu handeln, auch in Österreich. Als wichtigste Maßnahme diesbezüglich gilt die sparsamere Verwendung fossiler Brennstoffe. Auch eine generelle Konsumreduktion wäre in diesem Zusammenhang wünschenswert. Denn Produktionsgüter hinterlassen ihren ökologischen Fußabdruck.

Produkte sollten womöglich eine möglichst lange Lebensdauer haben und recyclebar sein. Weitere große Eckpfeiler sind Bereiche wie Mobilität, Wohnen und Ernährung. Der Verkehr - allen voran Flugzeuge und Autos - zählen zu den Hauptverursachern der aktuellen CO2-Emissionen. Hier können alle ihren Beitrag leisten, indem sie möglichst viele Strecken zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad zurücklegen. Bei größerer Distanz sollte man auf den öffentlichen Verkehr zurückgreifen. Der beim Autofahren verursachte Fußabdruck ist um ein Vielfaches größer, als beispielsweise jener der Bahn.

Diejenigen, die jedoch auf ihr Auto nicht verzichten können, haben die Möglichkeit auf Elektromobilität umzusteigen. Diese steht für hohe Umweltfreundlichkeit, da keine Schadstoffemissionen aus dem Auspuff geblasen werden und somit die Luft nicht verschmutzt wird. Die Motoren arbeiten 3-4 mal effizienter als Verbrennungsmotoren und senken dadurch den Energieverbrauch, wodurch auch einiges an Betriebskosten gespart wird. Um die Kosten der Anschaffung zu erleichtern, werden einige Förderungsprogramme sowie finanzielle Unterstützung einzelner Bundesländer angeboten.

Im Bereich Wohnen wird der größte Energieaufwand für das Heizen betrieben. Erneuerbare Energien gewonnen aus Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik sowie Biomasse etc. können zu einer Reduktion des Fußabdrucks beitragen.

Zusätzlich sollte man sich unbedingt über eine ordentliche Wärmedämmung des Eigenheims Gedanken machen - hier gibt es enormes Einsparpotenzial. Schlechte Nachrichten drohen an dieser Stelle Freunden des Fleischkonsums, da für die Herstellung von Fleischprodukten sehr viel Energie benötigt wird. Wer seine Ernährung hingegen umso reicher an Gemüse und anderen natürlichen Nahrungsmitteln gestaltet, der tut nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern auch der Umwelt einen großen Gefallen.

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