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Anale Phase bei Kleinkindern - Was ist zu beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Die anale Phase geht einher mit der Trotzphase und bedeutet einen erheblichen Schritt in die

Die anale Phase bezeichnet die Zeit zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr eines Kindes, in der es seine Muskeln immer mehr unter Kontrolle bringt und lernt, seinen Schließmuskel zu kontrollieren. Das Kind erlangt einen positiven Lustgewinn daraus, dass es Urin und Kot zurückhält und wieder loslässt. Es hat Spaß daran die eigenen Exkremente zu erforschen. Die anale Phase geht einher mit der Trotzphase und bedeutet einen erheblichen Schritt in die Selbständigkeit des Kindes.

Wichtige Tipps

  • Genau an dieser Stelle setzt dann aber bei den meisten Familien das Töpfchentraining ein. Das Kind wird unter Druck gesetzt und sogar mit Liebesentzug bestraft "Wenn du nicht...". Es soll auf Kommando seinen Darm entleeren , dann ist der Vorgang "gut". Tut es das aber aus einem spontanen Bedürfnis heraus, zu einem den Eltern nicht richtig erscheinenden Zeitpunkt, dann ist es wieder "böse" und wird im schlimmsten Fall sogar bestraft. 
  • Dabei wirken sich Störungen während der analen Phase erheblich auf das weitere Leben aus. Nach Freud resultieren Zwangsneurosen wie Geiz und Pedanterie aus falschem Umgang mit der analen Phase des Kindes. Daher resultieren auch Redensarten wie "Geldschisser", "Geld stinkt nicht" etc.
  • Eltern sollten während der analen Phase dem Kind liebevolles Verständnis entgegenbringen und ihm Alternative bieten: Knete, Fingerfarbe, Sand und Schlamm eignen sich hervorragend zum Rummatschen und Formen. Spielerischer und humorvoller Umgang mit Töpfchen& Co bringt auf jeden Fall mehr als Strenge und schimpfen. Wer will schon ein geiziges Kind, dass 5 Mal kontrolliert, ob es seine Schlummerlampe ausgemacht hat?

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