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Baby schreit - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Wenn Babys viel schreien ersuchen viele Mütter Hilfe bei dem Kinderarzt.

Wenn Babys viel schreien ersuchen einige Mütter Hilfe bei dem Kinderarzt. Aber das Weinen hat oft einen ganz simplen Grund: Babys haben nun mal keine andere Kommunikationsmöglichkeit sich auszudrücken, wenn ihnen etwas fehlt. Somit stellen sie sicher, dass sich jemand um sie kümmert. Ein Baby schreit durchschnittlich bis zu zwei Stunden pro Tag. Wenn das Baby weiter schreit obwohl die Grundbedürfnisse Hunger und Durst befriedigt und die Windel gewechselt wurden, gibt es folgende hilfreiche Tipps.

Bitte beachten

  • Sich selbst nicht überfordern! Es kann nun mal anstrengend werden, ein Baby zu umsorgen, deswegen ruhig mal Hilfe von Verwandten oder Freunden anfordern.
  • Nicht die Schuld bei sich suchen, wenn das Baby viel weint. Immer den tröstenden Gedanken vor Augen halten: Das Baby wird seltener weinen und irgendwann wird es ganz aufhören.

 

3>Gleichmäßiges Geräusch

In dem Bauch ihrer Mutter konnte das Baby ihren Herzschlag hören. Deshalb sollte das Baby eng an den Körper gehalten werden. Aber auch andere Geräusche, wie Musik, ein Schlaflied, oder auch den Rhythmus einer Waschmaschine können das Baby beruhigen.

 

Warmes Bad

Ein warmes Bad kann das Baby beruhigen und ihm helfen, sich besser zu fühlen. Beachten, dass das Wasser nicht zu heiß ist.

 

Massage

Das Baby sanft mit etwas Öl oder Creme über Rücken und Bauch streicheln und sanft massieren. Das Baby wird sich zusehends entspannen.

 

Schnuller

Der Saug- Reflex ist bei den meisten Neugeborenen sehr stark.Das Saugen an einem Schnuller oder auch stillen, kann den Herzschlag des Babys stabilisieren, seine Bauchmuskeln lockern und es entspannen.

 

Wiegen

Der Klassiker ist meistens auch das wirksamste Mittel. Babys werden liebend gerne gewiegt. Sich auf einen Schaukelstuhl setzen, einen kleinen Spaziergang im Kinderwagen oder ein bisschen im Auto herumfahren kann wahre Wunder bewirken. 

 

Festhaltetherapie

Wenn man sich einmal in die Situation eines Babys versetzt, wird einem schnell einiges klarer: es war 40 Wochen im Bauch voller Wärme, Ruhe und Schwerelosigkeit. Es hat sich in der schützenden Hülle sicher gefühlt. Plötzlich ist die Welt, die es kannte ganz anders. Wärme und Kälte wechseln sich ab, die Geräusche - sogar Mamas Stimme. Alles ist neu und erschreckend. Dies ist ein großer Stress für das Kind und es schreit seine Verzweiflung heraus. Wenn es das Bedürfnis hat die Ängste und seinen Stress herauszuschreien, dann sollte man es ihm auch einmal zugestehen. Sich gemütlich mit dem Kind hinsetzen, es fest im Arm halten und ihm leise gut zureden wird zur Folge haben, dass zunächst einmal man selbst entspannter wird, da man nicht mehr verkrampft versucht das Baby ruhig zu bekommen und außerdem wird das Baby irgendwann aufhören zu schreien. Diese Taktik gibt dem Baby emotionale Unterstützung und man wird feststellen, dass das Baby nach dem Schreien wesentlich entspannter ist und nachts besser schlafen wird. 

 

Das Baby einfach schreien lassen

  •  Mythos 1: „Schreien kräftigt die Lungen und ist gut für das Kind“ - bewahrheitet sich in der Realität nicht. Zunächst einmal konnte eine positive Auswirkung auf die Lungen nicht nachgewiesen werden. Außerdem lernt ein Kind, das man einfach alleine vor sich hin schreien lässt, dass es für alles was es braucht erst einmal weinen muss. Das bedeutet das Kind wird zukünftig mehr schreien als weniger. Lässt man ein weinendes Baby lange unbeachtet, führt das zu Passivität und Depression.
  • Mythos 2: „Babys werden verwöhnt, wenn immer gleich auf das Schreien reagiert wird". Es ist unmöglich zu viel Liebe und Zuneigung zu geben. Ein Baby, das von seinen Eltern beachtet wird, lernt dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden und gewinnt dadurch Vertrauen zu seinen Bezugspersonen. Es wird eine positive Einstellung geprägt. Man kann also ein Baby nicht verwöhnen, genauso wenig wie man ein Baby erziehen kann. 

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