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Baby weint im Schlaf - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Erst hörst Du ein kleines kurzes Meckern aus dem Kinderbett...

Erst hörst Du ein kleines kurzes Meckern aus dem Kinderbett und Du hoffst inständig, dass Tochter oder Söhnchen wieder einschlafen. In vielen Fällen geht es gut, aber häufig schwillt das leise Knickern zu einem herzzerreißenden Weinen an. Du gehst natürlich davon aus, dass das Baby wach ist und Kummer hat, den es alleine nicht bewältigen kann.

  1. Heutzutage sind sich Elternpaare meist einig darüber, dass sie ihrem Kind, tags wie nachts, die nötige Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Die Standardempfehlung aus vergangenen Zeiten, es würde sich schon von ganz alleine beruhigen, ist überholt. 
  2. Der irrige Glaube, ein Baby müsse schon früh lernen alleine zu bleiben, schwächt das Vertrauensverhältnis des Kindes zu ihren geliebten Vertrauenspersonen. 
  3. Auch die Annahme das Baby führe ein kleines schikanöses Theater auf ist abwegig. Babys sind in keinster Weise dazu fähig, die Perspektive eines anderen Menschen zu übernehmen. Diese Bedingung müsste jedoch gegeben sein, damit der kleine Nachwuchs in der Lage wäre auf seine Aktion eine Gegenreaktion einkalkulieren zu können. 
  4. Also hat das Weinen im Schlaf eine Ursache, die Du nur erforschen kannst, wenn das Baby aus dem Bett geholt wird, es sei denn, durch liebevolles Streicheln würde sich das Kind beruhigen. 
  5. Nicht selten steigert sich das Baby in sein Weinen hinein. Du achtest drauf, dass es keine Schmerzen hat, dass die letzte Mahlzeit nicht allzu lange her ist oder ob es am Tag ungewohnten Reizen ausgesetzt wurde, die es in der Nacht nicht zur Ruhe kommen lassen. 
  6. Die beste Lösung, nachdem alles bedacht wurde, ist das Kind neben sich zu legen und in seinem Kummer beizustehen. Eine Gewöhnung an ein abendliches Ritual, wie Herumtragen oder wiederholtes Füttern, nur um das Baby abzulenken oder still zu bekommen, solltest Du vermeiden. 
  7. Denn auch Babys erfahren in ihrem noch jungen Weltdasein Überforderungen und Reize, die sie nicht verstehen. 
  8. Wird die nötige Verarbeitung durch Ablenkung unterdrückt oder bleibt das Baby in seinem Schmerz und Bettchen allein, kann es im Laufe seiner Zeit nur eins lernen: Wenn ich weine, ist niemand da.

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