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Diagnose ADHS - Was erwartet einen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Nicht jedes aufgeweckte und agile Kind hat diese Krankheit.

Heutzutage wird recht schnell und ohne vernünftige Diagnose ADHS festgestellt und darauf behandelt, doch nicht jedes aufgeweckte und agile Kind hat diese Krankheit. Zwar ist es manchmal anstrengend einen kleinen Wirbelwind zuhause zu haben, jedoch muss vor einer Behandlung eine eindeutige Diagnose gestellt werden, damit nicht voreilig schwere Medikamente verabreicht werden.

  • Bei kleinen Kindern ist es oft sehr schwierig herauszufinden, ob sich diese Krankheit hinter dem Verhalten verbirgt. Auf eine gute Beobachtungsgabe kommt es an...
  • Manche Kinder sind bereits im Säuglingsalter durch häufiges und heftiges Schreien auffällig geworden, die sogenannten Schreibabys.
  • Später kann man eine arge Konzentrationsschwäche beobachten. Das Kind kann sich nicht sehr lange auf eine Sache oder Handlung konzentrieren und ist extrem leicht abzulenken. 
  • Auch ist die Hemmschwelle zur Aggression ist deutlich herabgesetzt und Wutausbrüche sind ein häufiger Begleiter des Tages. 
  • Oft können diese Kinder Gefahren nicht richtig einschätzen, was durchgehend die Aufmerksamkeit der Begleitpersonen erfordert.
  • Aufgrund dieser Tatsachen ist teilweise auch eine Sprachstörung zu beobachten. Auch sind betroffene Kinder häufig eher grobmotorisch veranlagt.
  • Dies alles kann, muss allerdings nicht vorkommen. 
  • Es hat nichts mit der Intelligenz dieses Kindes zu tun! Auch diese Kinder können hochbegabt sein und haben oft sogar sogenannte Inselbegabungen. Das heißt, sie beherrschen bestimmte Dinge aussergewöhnlich gut.

  1. Um eine aussagekräftige Diagnose zu erhalten, sollte bei Verdacht ein Spezialist aufgesucht werden. Häufig wird man vom Kinderarzt vorerst zu pychologischen Beratungsstunden verwiesen. Dort wird vorab ausgeschlossen, dass es an der häuslichen Situation liegen könnte, sprich Erziehungsmethoden, allgemeine Stimmung im elterlichen Haushalt, Eifersucht gegenüber Geschwisterkindern und vieles mehr.
  2. Sollte darüber hinaus festgestellt werden, dass diese Verhaltensauffälligkeiten nicht daher stammen, dann sollte man zunächst einen Ergotherapeuten aufsuchen. Dieser versucht das Kind ohne Medikamente zu behandeln und einen Erfolg zu erziehlen, indem er auf spielerische Art und Weise das Kind zur Konzentration bewegt. Natürlich hat der Ergotherapeut noch ettliche weitere Behandlungmethoden zur Auswahl.
  3. Für das Kind wäre es das Beste, wenn ein regelmäßiger Besuch beim Ergotherapeuten den gewünschten Erfolg bringt und somit eine Tabelettenvergabe vermieden werden kann.
  4. Doch manchmal ist dies unumgänglich.
  5. In diesem Fall werden zuerst in niedrigen Dosen Psyopharmaka und Antidepressiva verwendet, sogenannte "Ruhigsteller".
  6. Da die Informationsverarbeitung im Gehirn nicht einwandfrei funktioniert und eine Störung des Stoffwechsels der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin vorliegt, versucht man hier, mit entsprechenden Medikamenten entgegenzuwirken. Die Dosierung des Medikamente wird individuell eingestellt, damit das Kind die Möglichkeit bekommt, ein ganz normales Leben zu führen.
  7. Es ist ein langer Weg zur eindeutigen, seriösen Diagnose, jedoch sollte dieser gewählt werden, um dem Kind auf Dauer zu helfen.
  8. In jedem Fall ist ein ordentliche Diagnose und die Aufklärung der Eltern mit Informationen über Behandlungsmöglichkeiten unabkömmlich.

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