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Erstes Handy für das Kind – Was ist zu beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:15
Wenn Kinder das erste Handy bekommen muss auf einiges geachtet werden aber worauf genau?

Wir leben im Informationszeitalter, unsere Verhaltensweise ändert sich rasant. Während es noch vor einigen Jahrzehnten keine Seltenheit war, dass in einer ganzen Straße nur ein Haushalt ein Telefon besaß, besitzt heute fast jeder Erwachsene mindestens ein Mobiltelefon. Zusätzlich sind die Mobiltelefone von heute kaum noch mit den ersten Geräten zu vergleichen. Vielmehr sind sie in Wahrheit kleine Computer, die von ihrer Rechnerleistung und ihrem Speicherplatz viele ältere PCs in den Schatten stellen. Während man bei Erwachsenen einen vernünftigen Umgang mit der neuen Technologie voraussetzen kann, stellen sich bei Kindern viele Fragen.

  • Bei der Entscheidung sollten aber auch die möglichen Nachteile in Betracht gezogen werden. Gerade neueste Handymodelle bieten die gleichen Möglichkeiten wie ein PC: Internetzugang, Musik und vielfältige Spiele. Hier gilt das gleiche wie beim Umgang mit dem PC zu Hause: Es besteht ein gewisses Suchtpotential.
  • Dieses kann zwar durch eine begleitende Kommunikation gemildert werden, allerdings besteht es und sollte nicht unterschätzt werden.
  • Weiterhin erhöht ein Handy die Reizmenge, der eine Person ausgesetzt ist. Je nach Veranlagung kann dies gut oder schlecht sein. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Kosten, die durch die Handynutzung entstehen können.
  • Oft können Kinder nicht einschätzen, dass ein Telefonat ins Ausland sehr hohe Kosten nach sich ziehen kann, der SMS Austausch kann schnell Formen annehmen, die deutlich auf dem Konto zu spüren sind. Verfügt das Gerät über Internetzugang, so besteht die Gefahr, dass kostenpflichtige Angebote heruntergeladen werden.

Gut oder schlecht? Das erste Handy für das Kind

Vor- und Nachteile:

Zunächst einmal muss man klar feststellen, dass ein Handy sowohl Vor- als auch Nachteile bietet und es keine einfache Antwort auf die Frage geben kann. Ein offensichtlicher Vorteil eines Handys ist die Erreichbarkeit des Kindes. Wenn man sich die Zeit nimmt, den richtigen Umgang mit dem Handy zu erklären, ist das Kind, auch wenn es unterwegs ist, immer erreichbar. Auch umgekehrt können die Eltern angerufen werden, das Kind kann bei Problemen und Fragen, mit dem eigenen Handy Vertrauenspersonen anrufen. Im Extremfall einer Notsituation kann mit dem Handy Hilfe geholt werden.

 

Umgang mit Technologien und Gebrauch des Geräts:
Zudem lernt der Nachwuchs mit dem ersten eigenen Handy den Umgang mit neuen Technologien. Das Gehirn ist in jungen Jahren noch um ein Vielfaches aufnahmefähiger, somit fällt es Kindern und Jugendlichen leichter, sich Dinge selbstständig anzueignen. Die Entscheidung, dem Kind ein Handy zu geben, ist auch ein Vertrauensbeweis. Wenn die Entscheidung richtig kommuniziert wird, spürt es, dass dies eine Verantwortung bedeutet und auch ein Vertrauensbeweis ist. Dadurch kann sein Selbstwertgefühl gesteigert werden, was wiederum einen vernünftigen Gebrauch des Gerätes fördert.

 

Individuelle Aspekte:
Eine Entscheidung für oder gegen ein Mobiltelefon, sollte immer alle individuellen Aspekte berücksichtigen. Bei der Auswahl des Modelles und auch bei der Entscheidung, ab welchem Alter, man den Heranwachsenden ein Handy anvertrauen will, sollte das individuelle Verhalten und das Umfeld berücksichtigt werden.


Unterstützung bei der Nutzung:
Ist die Entscheidung für ein Handy getroffen, ist es wichtig, den Nachwuchs bei der Nutzung nicht alleine zu lassen, über den richtigen Umgang mit dem Handy zu sprechen und schließlich auch Vorbild für eine ausgewogenen Nutzung zu sein.

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