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Gesetzliche Schutzmaßnahmen für Schwangere in Deutschland

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Im Mutterschutzgesetz sind für die Zeit der Schwangerschaft und die Phase nach der Geburt besondere Regelungen festgelegt.

Im Mutterschutzgesetz sind für die Zeit der Schwangerschaft und die Phase nach der Geburt besondere Regelungen für das Arbeitsverhältnis der werdenden Mutter festgeschrieben. Sie und das Ungeborene genießen in dieser Zeit am Arbeitsplatz besonderen Schutz. Die Bedingungen am Arbeitsplatz müssen auf die körperlichen und psychischen Veränderungen in der Schwangerschaft angepasst werden und es gilt ein besonderer Kündigungsschutz.

Weitere Informationen zum Thema Mutterschutz, Kündigungsschutz und finanzielle Leistungen für werdende Mütter und Eltern sowie Beratung in der Schwangerschaft finden Sie auch auf folgenden Websites

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Mutterschutzgesetz,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf" title="Leitfaden zum Muttschutz" target="_blank">Leitfaden zum Mutterschutz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter:
  • Informationen für werdende Eltern beim Deutschen Hebammenverband
  • Informationen zu Schwangerschaft und Geburt beim Berufsverband der Frauenärzte und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Schwangerschaft und Mutterschutz

    Die „Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz“ besagt, dass Gesundheitsrisiken für die Schwangere und das ungeborene Kind, wie z. B. durch chemische oder biologische Gefahrstoffe oder Röntgenstrahlung entstehen können, abgeschätzt und entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Der Arbeitgeber muss gemäß den Bestimmungen zum Mutterschutz der zuständigen Aufsichtsbehörde (Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsamt) die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin mitteilen. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, schwangere und auch stillende Mitarbeiterinnen so zu beschäftigen, dass sie vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz, auch durch Maschinen und Werkzeuge, ausreichend geschätzt sind. Werden von der Aufsichtsbehörde die potenziellen Gesundheitsrisiken als zu hoch eingestuft, ist es möglich, dass die werdende Mutter in einen anderen Bereich versetzt wird oder ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird. Beschäftigungsverbote können u. a. für Nachtarbeit, Sonntags- oder Fließbandarbeit gelten.


    Vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt besteht für die werdende Mutter Kündigungsschutz. Schwangere dürfen in den letzten sechs Wochen vor dem Geburtstermin und acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden. Bei einer Frühgeburt oder einer Geburt von Mehrlingen (Zwillinge, Drillinge) dürfen Mütter für eine Zeit von 12 Wochen nicht beschäftigt werden.

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