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Kind will nicht zum Vater - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:00
Ein echtes Leid für den Vater, wenn das Kind nicht zu ihm möchte...

Eine Trennung ist in der Regel stets mit Herzschmerz und Tränen verbunden. Vor allem aber sind es die Kinder, die mit einer solch' prekären Situation oft nur schwerlich klarkommen. Häufig haben sie sogar noch Jahre danach Probleme, mit der Trennung ihrer geliebten Eltern umzugehen. Wie dem auch sei: es kann im Normalfall beide Elternteile in regelmäßigen Abständen sehen. Wenn es allerdings vorkommt, dass es zum Beispiel nicht zum Vater oder zur Mutter möchte, wenn es bei dem jeweils anderen Elternteil lebt, ist Ursachenforschung gefragt.

  • Wenn das Kind nicht zum Vater will, wird es ganz gewiss einen Grund dafür geben.
  • Denn Fakt ist, dass Kinder beide Elternteile grundsätzlich bedingungslos lieben.
  • Es sei denn, es sind gewisse Dinge geschehen, die das Kind (noch) nicht zu verarbeiten bereit ist. Da sind Geduld und jede Menge Einfühlungsvermögen gefragt.
  • Junior jedoch einfach vor "vollendete Tatsachen" zu stellen und ihn zu einem Treffen mit dem Vater zu zwingen, kann hingegen mit fatalen Konsequenzen einhergehen. Je mehr Zurückhaltung die Eltern üben, desto besser.

  • Einfühlungsvermögen ist gefragt
  • die Fähigkeit, zuzuhören
  • Geduld
  • die Fähigkeit, auch "zwischen den Zeilen" zu lesen
  • das gemeinsame Gespräch suchen
  • notfalls Hilfe von erfahrenen Beratern (Psychologen, Pädagogen oder Betreuer des Jugendamtes) in Anspruch nehmen

  1. Wie gut, dass es das Besuchsrecht gibt. Wo bei der entsprechenden Organisation mit Problemen zu rechnen ist, helfen die Behörden üblicherweise weiter.
  2. Schließlich ist es insbesondere im Sinne des Kindes, Struktur in diese - zugegeben - sehr schwierige Situation zu bringen.
  3. Ohne Vorschriften und eine gute Organisation geht da gar nichts.
  4. Wenn es jedoch das Kind selbst ist, das sich weigert, das eine oder andere Elternteil zu besuchen, sollten beide - Mutter und Vater - schon die Frage nach dem "Warum" stellen.
  5. Wenn es um das Wohl eines Kindes geht, sollte man durchaus auch mal "an der Fassade" kratzen.
  6. Denn innerhalb einer Familie ist keineswegs immer alles "Gold, was glänzt". Was also steckt dahinter, dass das Kind nicht zum Vater möchte? Gab es Streitigkeiten?
  7. Wenn ja, was sind die Gründe dafür? Mitunter kommt es gleichwohl vor, dass das Kind den "männlichen Erzeuger" gar als den Schuldigen für die Trennung der Eltern betrachtet.
  8. Die Wut und der Groll auf den Papa können also sehr wohl ein Auslöser für die derzeitige Abneigung des Kindes sein. In einem solchen Fall sind zunächst intensive Gespräche mit der Mutter erforderlich.
  9. Notfalls kann freilich eine zusätzliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
  10. Wenn es gelingt, die wahren Ursachen für die Trennung zu finden, kann es durchaus gelingen, das Problem aus der Welt zu schaffen.
  11. Auch das direkte Gespräch mit dem Vater hilft in einer solchen Situation oft weiter.

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