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Kindergarten Anmeldung für das Kind? - So klappt's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Wie muss das Kind für den Kindergarten angemeldet werden. Antworten hier:

Viele Eltern beschäftigt die Frage, worauf es bei der Anmeldung des eigenen Kindes für einen Kindergartenplatz ankommt. Besonders in Anbetracht der zweifelhaften Garantie der Bundesregierung, laut derer ab Juli 2013 jedes Kind unter drei Jahren Anspruch auf einen Krippenplatz haben soll, ist diese Frage berechtigt und aktueller denn je. Hinzu kommt, dass es bereits seit Jahrzehnten nahezu unmöglich ist, kurzfristig an einen Kindergartenplatz zu kommen. Es gibt seit jeher lange Vorlaufzeiten. Hinzu kommen enorme Beitragsunterschiede sowie große Qualitätsschwankungen - wie in allen Dienstleistungssektoren. Das gemeinhin wichtigste Kriterium, um einen Platz zu ergattern, stellt nach wie vor das rechtzeitige Handeln dar. Das bedeutet, nicht erst nach einem Krippen- oder Kindergartenplatz zu suchen, wenn das Kind ein betreuungsfähiges Alter erreicht. Stattdessen empfiehlt es sich, bereits vor oder direkt nach der Geburt bei infrage kommenden Einrichtungen anzufragen und die Anmeldung zu tätigen.

  • Auch wichtig für die Auswahl eines Betreuungsplatzes: die Lage im Verhältnis zum Wohn- bzw. Arbeitsort. Wie auch bei Schulen kann es mehr Sinn ergeben, einen etwas weiteren Weg in Kauf zu nehmen, wenn die nahegelegenen Einrichtungen bestimmte Qualitäts- oder Wohlfühl-Kriterien nicht erfüllen.
  • Jedoch ist es für Berufstätige kaum praktikabel, lange Wege mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf zu nehmen. Dies kostet einfach zu viel Zeit - und die ist ja, wie hinlänglich bekannt, Geld.

Kindergarten Anmeldung für das Kind

Die geeignete Einrichtung finden:
Damit stellt sich die nächste Frage, nämlich die nach der Auswahl einer geeigneten Einrichtung. Dabei ist es unbedingt notwendig, sich einen genauen, persönlichen Eindruck zu verschaffen. Viele Einrichtungen pflegen ihren Internetauftritt mehr als das tägliche Umfeld, wovon man sich nicht täuschen lassen sollte. Erst wenn das Kriterium erfüllt ist, sich in einem bestimmten Kindergarten wirklich wohlfühlen zu können, lohnt es sich, die Konditionen eines Platzes in Erfahrung zu bringen. Der nächste, nicht zu vernachlässigende Schritt ist es, die Betreuungskosten abzuklären. Hier spielt natürlich das Einkommen der Eltern eine wichtige Rolle. Generell lässt sich sagen, dass private Kindergärten und Krippen teurer sind, als öffentliche bzw. städtische - dafür sind hier aber auch die Betreuungsschlüssel kleiner, d.h. statt einer Erzieherin/ einem Erzieher auf zwölf Kinder, eine/r auf sechs bis acht Kinder. Das lässt prinzipiell auf eine qualitativ höherwertige Betreuung schließen.

 

Die Lage des Kindergarten:
Ebenso wichtig wie die Lage des Kindergartens sind schließlich die Öffnungszeiten. Es nützt Eltern nichts, das Kind nur in der Zeit von neun Uhr bis 15 Uhr betreuen lassen zu können, wenn die regulären Arbeitszeiten davor beginnen bzw. danach enden. Immer mehr Einrichtungen bieten inzwischen allerdings längere, dem Arbeitsalltag der Eltern angepasste Öffnungszeiten an. Außerdem sollte die Möglichkeit bestehen, den Platz des Kindes flexibel gestalten zu können, d.h. je nach Lebenssituation der Eltern einen Ganztags- oder einen Halbtagsbetreuungsplatz in Anspruch nehmen zu können. Sind alle auf das erste Kriterium - das rechtzeitige Anmelden - folgenden Kriterien erfüllt, bleibt nur noch das Anmelden an sich, das nun kaum noch ein Problem darstellen sollte.

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