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Kindern das Laufen lernen - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Jeder, der schon Kinder hat. erinnert sich bestimmt noch an die große Freude, die die ersten...

Jeder, der schon Kinder hat erinnert sich bestimmt noch an die große Freude, die die ersten Schritte der Kleinen auslösten. Endlich macht sich der Sprössling daran, die Welt auf seinen eigenen Beinen zu erkunden. Viele Eltern können den Moment kaum erwarten. und versuchen möglichst früh, Kindern das Laufen zu lernen. Aber auch die Ungeduldigsten sollten wissen, dass sie nicht bestimmen können, wann ihr Kind läuft. Jedes hat seinen ganz eigenen Rhythmus und auch die körperlichen Voraussetzungen sind unterschiedlich. Solange die Knochen und Gelenke den Körper noch nicht ausreichend tragen können, oder das Gleichgewichtsgefühl noch nicht da ist, können Laufversuche mehr schaden als nützen. Es gibt Kinder, die mit 10 Monaten zu laufen beginnen und andere, die es erst mit 18 oder 24 Monaten tun. Beides ist völlig in Ordnung.

Das sollten Sie beachten

  • Eines können und sollten Eltern aber tun, nämlich ihrem Kind von Beginn an den notwendigen Freiraum geben, sich zu bewegen und auszuprobieren.
  • Ein Kind soll nicht immer im Kinderwagen, in der Baby-Wippe oder im Laufstall sein, sondern sich möglichst weiträumig bewegen dürfen. Dazu braucht es schon frühzeitig die Krabbeldecke, die Wiese und später das ganze Kinderzimmer oder idealerweise die ganze Wohnung.
  • Dazu muss sie natürlich "kindersicher" gemacht werden. Wacklige Möbelstücke und Treppen sind gefährlich und müssen gesichert werden, kostbare Bodenvasen und Pflanzen müssen in Sicherheitszonen verbannt, Schranktüren abgeschlossen und auch Steckdosen abgesichert werden, bevor die Großen daran gehen können, Kindern das Laufen zu lernen.
  • Ist alles getan, kann das Kind auf Entdeckungsreise krabbeln und wird bald versuchen, sich an alle möglichen Möbelstücken hochzuziehen und sogar ein paar Schritte zu machen.
  • Wo es geht, sollte es barfuß oder in so genannten Stopper-Socken unterwegs sein, ein guter Kontakt mit dem Boden ist wichtig und fördert das Gleichgewicht. Bis das Kind dann irgendwann sicher läuft, wird es ein paar hundert Mal hinfallen und sich auch den einen oder anderen blauen Fleck zuziehen.
  • Natürlich ist das schmerzlich und bringt manche Eltern dazu, ständig die Hände hinzuhalten, um ihren Kindern das Laufen zu lernen und es immerzu festzuhalten.
  • Diese Vorsicht ist verständlich, aber falsch. Natürlich soll Unterstützung erfolgen, aber auch eigene Versuche sind wichtig und Stürze gehören zum Laufen lernen genauso dazu wie das große Lob, wenn das Kind einen kleinen Erfolg erringt.
  • Die vor Jahren auf den Markt gekommenen Laufwagen und andere Lauflernhilfen, die dazu beitragen sollen, Kindern das Laufen zu lernen, haben sich dagegen nicht bewährt. Sie sind bestenfalls dazu geeignet, Kinder ruhig zu stellen, aber sie kräftigen weder die Muskulatur noch helfen sie dem Kind, seine Balance zu finden.

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