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Mobbing in der Schule - Was kann ich unternehmen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Mobbing in der Schule kommt immer häufiger vor.

Oft schon können Kleinigkeiten entscheidend sein, die anderen an einem nicht gefallen. Besonders schlechte oder besonders gute schulische Leistungen sind dabei ebenso häufig die Auslöser, wie der Kleidungsstil, die Frisur oder vielleicht sogar der "Pickel auf der Nase". Mag es zunächst noch harmlos anfangen, kann die Hänselei mit der Zeit üble Ausmaße annehmen. Das Fatale: je länger der Zeitraum hinzieht, in dem Du gemobbt wirst, desto schwieriger ist es mitunter, eine allseits verträgliche Lösung zu finden. Besser also, Du setzt sich rechtzeitig zur Wehr bzw. wirst "aktiv"....

  • Warte nicht zu lange, bis Du "aktiv" wirst. Je länger Du wartest, desto schlimmer können mit der Zeit die Auswirkungen sein.
  • Versuche nicht, alleine mit Deinem "Schicksal" fertig zu werden.
  • So grenzt Du Dich nur noch weiter von Deinem sozialen Umfeld ab. Dies wiederum wäre nur eine weitere "Angriffsfläche" für die anderen...
  • Der Kontakt mit anderen ist die beste Möglichkeit, um dauerhaft eine vielversprechende Lösung der Gesamtsituation zu finden. Nutze notfalls das Internet, um erste "Bande" zu knüpfen und einen gewissen Rückhalt zu erfahren.

  • Du schreibst, dass Du nicht sonderlich großen Wert auf Dein Äußeres legst. Sofern genau dies die "Angriffsstelle" für Deine Mitschüler ist, wäre es sinnvoll, Du würdest ihnen diese "Angriffsstelle" nehmen. Achte mehr auf Dich bzw. Dein Äußeres - und trage so gleichzeitig zu einem gestärkten Selbstbewusstsein bei. Denn das kannst Du gerade jetzt gewiss gut gebrauchen....
  • Wichtig ist, dass Du den Mut hast, die Dinge frühzeitig (!) anzusprechen. Ein Gespräch mit dem Lehrer Deines Vertrauens, mit Deinen Eltern, dem Schulpsychologen oder anderen "Außenstehenden" kann oft durchaus zu positiven Ergebnissen führen. Diskretion und Vertrauen spielen dabei jedoch eine sehr wichtige Rolle. Die meisten Mobbing-Ofers schämen sich allerdings meist dafür, dass sie gemobbt werden. Versuche also zunächst, diese "Scham" zu überwinden, auch, wenn es zunächst nicht ganz leicht ist....
  • Dein Lehrer sollte in diesem Zusammenhang so viel Einfühlungsvermögen und Verständnis aufbringen können, dass er in der Lage ist, den "mobbenden" Mitschülern klarzumachen, was da gerade eigentlich geschieht. So soll eine Art Perspektivenwechsel ermöglicht werden, um den Sachverhalt insgesamt zu "entschärfen". Außenstehende Schüler, die bisher nur "weggeschaut" haben, sollten mobilisiert werden, um Dich in gewisser Weise zu unterstützen bzw. zu schützen. 
  • Falls Du es nicht schaffst, den persönlichen, direkten Kontakt zu anderen zu suchen, bietet das world wide web eine Fülle an Möglichkeiten. Zum Beispiel gibt es hier einschlägige Foren, in denen Du Dich mit Betroffenen, aber auch mit erfahrenen Beratern austauschen kannst. Eine durchaus gute Ausgangsbasis für das "reale" Leben in Deiner Schule. Auch, wenn Du zunächst noch das Gefühl hast, es "hilft" Dir (noch) nicht wirklich etwas, so erfährst Du dabei doch, dass Du keineswegs der einzige bist, der so etwas durchmacht. Diese Art "Rückhalt" kann somit durchaus also eine gute moralische Unterstützung für Dich sein.

 

 

  1. Biete den "Mobbern" keine (zusätzliche) Angriffsfläche.
  2. Tue mehr für Dich bzw. Dein Äußeres. Das stärkt auch Dein Selbstvertrauen und macht Dich stärker.
  3. Verkrieche Dich nicht in Deinen "vier Wänden".
  4. Nutze die Gespräche mit anderen (Lehrer, Mitschüler, Schulpsychologen et cetera), um aktiv gegen das Mobbing vorzugehen.
  5. In Gesprächen kann oft eine Art "Perspektivwechsel" herbeigeführt werden. Sodass den "Mobbern" vor Augen geführt wird, was sie Dir mit ihren "Aktionen" da überhaupt antun.
  6. In Foren, Blogs oder speziellen Mobbing-Portalen findest Du Rat, Hilfe und auch adäquate Kontaktadressen.

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