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Mutter verstorben - Wie geht es jetzt weiter?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:15
Die Mutter ist der Mittelpunkt in der Familie doch was ist wenn diese stirbt?

Es gibt wohl kaum etwas Schlimmeres, als seinen Vater oder seine Mutter durch den Tod zu verlieren. Wahrscheinlich wird man von Gefühlen hin und her geworfen, wie man sie noch nie hatte. Jeder reagiert anders auf den Tod. In der Bibel steht, dass jeder seine eigene Plage und seinen eigenen Schmerz hat. Es hilft manchmal, darüber nachzudenken, welche Reaktionen der Tod ausgelöst hat, und es aufzuschreiben. Erstens, wie fühlte man sich, als die traurige Nachricht kam, und zweitens wie geht es einem jetzt. Möglicherweise erkennt man dadurch, dass das innere Gleichgewicht wieder da ist. Das ist auch ganz normal so. Sich nach der Trauer wieder etwas besser zu fühlen, bedeutet nicht, dass man seine Mutter vergessen hat. Oder aber hat sich an den Gefühlen nichts geändert und sie sind sogar noch intensiver geworden. Fühlt sich die Trauer wie Wellen an, die rauf und runter gehen und dann plötzlich ans Ufer krachen? Auch das ist normal, selbst wenn es noch Jahre später so ist. Wie kann man mit solchen oder ähnlichen Gefühlen klarkommen?

Wie übersteht man die Trauer?

  • Weinen macht die Trauer und den Schmerz erträglicher. Jesus Christus war ein vollkommener Mensch mit einem starken Glauben. Trotzdem brach er in Tränen aus, als sein geliebter Freund Lazarus gestorben war. Es ist also kein Zeichen von Schwäche oder einem schwachen Glauben, den Tränen freien Lauf zu lassen. Ein nächster Punkt ist, sich mit Schuldgefühlen auseinanderzusetzen. Es ist ganz normal, sich Vorwürfe zu machen, wenn man das Gefühl hat, etwas versäumt zu haben.
  • Über seine Gefühle mit jemandem zu reden hilft, mit Trauer besser fertig zu werden. Wer sich in seine eigene Welt verkriecht, kann die Trauer nur schwer verarbeiten. Wenn man einen Bezug zu Gott hat, mag es helfen, Gott im Gebet zu suchen. 
  • Das Gebet ist nicht einfach eine Bewältigungsstrategie, sondern man wendet sich dabei an den Gott allen Trostes. Hier eine Auswahl von Bibelstellen, die schon vielen Trost gegeben haben: Psalm Kap. 34 Vers 18; Kap. 102 Vers 17; Kap. 147 Vers 3; Jesaja Kap. 25 Vers 8; Johannes Evangelium Kap. 5 Vers 28, 29. Die Trauer verschwindet nicht über Nacht. Es scheint so ungerecht zu sein, dass der Tod die Macht hat, einem einen geliebten Menschen zu rauben.
  • Es hilft zu erfahren, dass die Mutter ohne Bewusstsein ist, keine Schmerzen mehr hat. Sie muss nicht mehr leiden oder Enttäuschungen erlegen. Es kann helfen, sich neue Aufgaben zu suchen, um über solch einen Verlust hinwegzukommen. 
  • Das Leben geht weiter und die Erinnerung kann man durch sein eigenes Leben stets aufrechterhalten. Anderen zu helfen, die ebenfalls mit einem ähnlichen Verlust kämpfen müssen, wird Stärke geben. Eine große Hilfe können Freunde und Verwandte bieten.

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