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Nikolausgeschenke im Stiefel? - Der Ursprung dieses Brauchs

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:11
Der Sage nach lebte im türkischen Myra ein Bischof mit diesem Namen.

Wenn am Abend des 05. Dezember wieder überall in der westlichen Welt die Socken am Kamin oder an der Wohnzimmertür aufgehängt oder die Stiefel vor die Tür gestellt werden, dann ist am nächsten Tag Nikolaus und in den Kinderköpfen kreist alles um die Nikolausgeschenke im Stiefel am nächsten Morgen. Der Sage nach lebte im türkischen Myra ein Bischof mit diesem Namen. Er hatte ein Herz für Kinder und gab ihnen alles was er konnte. Dieser Bischof starb am 06. Dezember eines natürlichen Todes, weshalb wir bis heute an diesem Tag Nikolaus feiern. Viele Jahre nach seinem Tod wurde Bischof Nikolaus von der katholischen Kirche heilig gesprochen und er wurde der populärste unter allen Heiligen.

Es gibt verschiedene Versionen der Geschichte

  • In einer Geschichte aus dem 9. Jahrhundert wird berichtet, Nikolaus hätte erfahren, dass ein gottesfürchtiger Vater seine drei Töchter zur Prostitution zwingen wollte, weil er ihnen keine Aussteuer kaufen konnte.
  • Er war zu bettelarm dazu. Bischof Nikolaus soll daraufhin drei Goldklumpen durch den Kamin in das Haus geworfen haben, die prompt in den Socken der Mädchen landeten, die sie dort zum Trocknen aufgehängt hatten.
  • In einer anderen Variation der Geschichte wird von den Kindern eines sehr armen Ehepaares erzählt. Die Eltern wollten diese Kinder zu Frondiensten bei der Herrschaft zwingen.
  • Die Kinder hatten am Abend ihre Schuhe, wie jeden Abend vor die Tür gestellt. Am nächsten Morgen fanden sie in den Schuhen so viel Geld, dass sie den Frondienst nicht anzutreten brauchten.
  • Sie fanden zwar die Nikolausgeschenke nicht im Stiefel, sondern nur in den Schuhen aber wer weiß das heute noch wirklich so genau?
  • Es wird aber auch berichtet, der heilige Nikolaus habe die Stadt Myra durch das Zahlen von Lösegeld vor einer Hungersnot bewahrt. Piraten sollen damals die gesamten Getreidevorräte geraubt haben.
  • Der Bischof Nikolaus habe daraufhin den Kirchenschatz aufgelöst und so die Schiffe bei den Piraten ausgelöst.
  • Dieser Geschichte nach bastelten die Kinder daraufhin kleine Schiffe, in der Hoffnung am nächsten Morgen Geschenke darin zu finden.
    Erst später soll das Basteln der Schiffe von den Stiefeln abgelöst worden sein.
  • So gibt es verschiedene Geschichten warum die Nikolausgeschenke im Stiefel sind. Fest steht – es ist ein sehr schöner Brauch.
  • Was gibt es auch schöneres als am Nikolausmorgen die blitzenden und strahlenden Augen der Kinder zu sehen wenn sie voller Erwartung und ganz aufgeregt aus ihren Zimmern toben, um sich den Inhalt ihrer Socken und Stiefel anzusehen?

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