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Privatschule vs. öffentliche Schule? - Vor-und Nachteile

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Mit etwa sechs Jahren beginnt in Deutschland für jedes Kind ...

Mit etwa sechs Jahren beginnt in Deutschland für jedes Kind die Schulpflicht. Eltern müssen sich frühzeitig Gedanken um die Bildungskarriere der lieben Kleinen machen. Privatschulen unterscheiden sich von öffentlichen Schulen durch ihren Träger. Das bedeutet, öffentliche Schulen werden vom Staat „getragen“ d.h. unterhalten, Privatschulen von nichtstaatlichen, freien Trägern. Das können Elternvereine, Privatpersonen, kirchliche Organisationen oder Personengesellschaften sein. Auch Privatschulen, auch freie Schulen genannt, stehen unter staatlicher Aufsicht.

Vorteile Privatschulen

  1. Häufig werden in ihnen alternative Bildungskonzepte umgesetzt.
  2. Meist befinden sich weniger Kinder in einer Klasse.
  3. Mehr Lehrer sind für weniger Kinder zuständig
  4. Da Privatschulen oft nicht groß sind, kennt jeder jeden.
  5. Besonders die Konzepte der Freien und Aktiven Schulen passen besser in eine pluralistische und demokratische Gesellschaftsordnung wie die in Deutschland.

Nachteile Privatschulen

  1. Sie kosten immer Geld, denn staatlicherseits müssen Privatschulen ein Schulgeld fordern.
  2. Wer sich für eine Privatschule entscheidet, hat oft einen weiten Schulweg.
  3. Das jeweilige Bildungskonzept muss von den Eltern getragen werden.
  4. Viele freie Schulen können ohne Elternarbeit nicht überleben, d.h. die Eltern müssen im Schulbetrieb mit anpacken.
  5. Da Privatschulen oft nicht groß sind, kennt jeder jeden.

Vorteile öffentlicher Schulen

  1. Sie ist immer in Wohnortnähe erreichbar.
  2. Sie ist kostenlos, jeder Schüler kann hier seine Schulpflicht erfüllen. Einkommensschwache Familien haben je nach Bundesland weitere Möglichkeiten der Unterstützung für ihre schulpflichtigen Kinder.
  3. Öffentliche Schulen lehren im Wesentlichen alle das Gleiche. Ein Umzug oder Schulwechsel ist daher unproblematischer.
  4. Förderbedarf wird schnell erkannt und mit mittlerweile guten Möglichkeiten schnell durch geeignete Maßnahmen gedeckt.
  5. Hier wird Erziehung im Sinne des Staates praktiziert, z. B. Erziehung zur Toleranz und sozialem Engagement.

Nachteile öffentlicher Schulen

  1. Zu viele Kinder lernen in zu großen Klassen.
  2. Die Lehrer sind teilweise unmotiviert und desillusioniert.
  3. Reformpädagogische Ansätze und Bildungsentwicklung haben in der Praxis wenig Einfluss auf den tatsächlichen Unterricht oder Lehrinhalt.
  4. Bekannterweise leiden öffentliche Schulen darunter, dass Besserverdienende oder Intellektuelle ihre Kinder in Privatschulen geben.
  5. Sie sind gezwungen aufgrund der Schulpflicht jeden Schüler und jede Schülerin aufzunehmen.

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