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Richtig abstillen? - Sinnvolle Tipps

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
Mit den richtigen Tipps und Tricks ist Abstillen kein Problem.

Stillen ist das Beste für Mutter und Kind. Deswegen raten führende Gesundheitsorganisationen auch, mindestens vier Monate lang voll zu stillen. Bei gutem Gedeihen des Kindes ist auch Vollstillen bis zu sechs Monaten problemlos möglich. Dennoch kommt irgendwann der Tag, an dem jede Mutter über das Abstillen nachdenken möchte oder muss. Mit den richtigen Tipps und Tricks ist Abstillen kein Problem.

  • Abstillen kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig werden. Vielleicht ist es die Mutter selbst, die keine Lust mehr hat oder nicht mehr genügend Milch hat. Vielleicht möchtest Du aber auch wieder arbeiten gehen und deswegen soll das Baby nun die Flasche bekommen?
  •  Wichtig ist: Keine Mama, die abstillen möchte oder muss, sollte deswegen ein schlechtes Gewissen haben. Die heutige Flaschennahrung ist so gut, dass ein wohlüberlegtes Abstillen keinesfalls ein gesundheitliches Risiko für das Kind ist. In Zweifelsfällen berät der Kinderarzt gerne.
  • Manchmal haben Mütter Angst vor dem Abstillen, weil sie Komplikationen oder gar Schmerzen befürchten. Das muss aber nicht sein! Wer abstillen will oder muss, sollte sich vorher bewusst machen, was dabei im Körper der Frau geschieht.
  • Die Bildung der Muttermilch richtet sich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn viel Milch vom Baby verlangt wird, also wenn es häufig saugt, wird viel Milch gebildet. Wenn das Baby wenig saugt, wird immer weniger Milch gebildet.

So stillst Du dein Baby richtig ab

  1. Schritt Eins in Sachen Abstillen lautet also: Lege dein Baby weniger an. Weniger bedeutet dabei nicht, es von heute auf morgen gar nicht mehr anzulegen! So schnell kann dein Körper nicht reagieren. Dann kann die übervolle Brust wirklich schmerzen oder gar einen Stau verursachen. Besser ist es, nach und nach eine Stillmahlzeit auszulassen. So wird immer weniger vom Körper verlangt und so wird ganz natürlich immer weniger Milch gebildet. Irgendwann ist die Milch dann ganz versiegt. Bei einzelnen Frauen kann dies durchaus mehrere Wochen dauern, das ist nicht ungewöhnlich.
  2. In einem zweiten Schritt kann man das Abstillen auch durch weitere Maßnahmen sanft unterstützen. Hilfreich ist es, Salbeitee zu trinken. Dieser reduziert ebenfalls natürlich die Milchmenge. Auch ein eng sitzender BH soll den Abstillprozess beschleunigen. Und wenn die Brust zu sehr spannt: Mit kreisenden Handbewegungen kannst du die überflüssige Milch ein wenig ausstreichen. Das Spannungsgefühl lässt dann sofort nach.

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