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Was ist zu beachten, wenn mein Kind die Schule wechselt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Ein Schulwechsel stellt Kinder und Eltern vor große Herausforderungen.
Ob die Schule wegen eines Umzuges oder einem Übertritt an eine weiterführende Schule gewechselt werden muss, Kinder und Eltern müssen Neues verarbeiten, sich neu organisieren und Anschluss finden. Ein günstiger Termin zum Schulwechsel ist das Ende des alten Schuljahres. Das hat den Vorteil, dass man im neuen Schuljahr gleichzeitig mit allen anderen Schülern bei Null anfängt. 

Welche Hürden bereiten den Kindern beim Schulwechsel Schwierigkeiten?

  • Wenn ein Kind die Schule wechselt, verlässt es seine vertraute Umgebung.
  • Klassenkameraden, das Klassenzimmer, das gesamte Schulgebäude waren ihm vertraut.
  • Das Kind kannte alle Lehrer und auch den Hausmeister mit Namen, da es einen Großteil seiner Zeit in der Schule verbracht hat.
  • Durch einen Umzug oder einen Übertritt muss das Kind mit vielen neuen Informationen zurecht kommen.

Der Schulweg

  1. Grundschulen sind meist vor Ort.
  2. Weiterführende Schulen befinden sich im Nachbarort oder in der nächsten großen Stadt.
  3. Wie kann das Kind die neue Schule erreichen? Sind öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn vorhanden oder ist das Fahrrad, wenn das Kind verkehrssicher ist, eine Alternative?
  4. Solche Fragen müssen vorab geklärt werden. Der neue Schulweg sollte gemeinsam mit dem Kind mehrmals geprobt werden, bis das Kind sicher ist. 


Die neue Klassengemeinschaft

  1. Hier existieren zwei Möglichkeiten. 
  2. Das Kind kommt in eine bereits bestehende Klasse, wo sich alle Kinder schon kennen.
  3. Dann hat es ein „Neuer“ schwer, seinen Platz im Klassenkollektiv zu finden. Bei einem Übertritt sind alle Kinder in der Klasse neu.
  4. Das hat den Vorteil, dass sich alle Kinder erst einmal orientieren müssen. 


Neue Lehrer

  1. Auch bei den Lehrern muss das Kind erst einmal sehen, wie es mit ihnen klar kommt.
  2. Meist verschlechtern sich die Schulnoten in der ersten Zeit. Wenn das Kind Fuß gefasst hat, werden auch die Schulnoten wieder besser. 


Was die Eltern tun können

  1. Nehmen sie sich in dieser Zeit des Schulwechsels mehr Zeit für ihr Kind.
  2. Stellen sie sich geduldig seinen Fragen und Ängsten.
  3. Manche Zweifel können ausgeräumt werden, wenn die Schule vorher zu einem Probeunterreicht besucht wird.
  4. Finden sie heraus, ob Kinder aus der Nachbarschaft in die gleiche Schule, die ihr Kind besuchen wird, gehen.
  5. Fördern sie solche Kontakte beim gemeinsamen spielen oder einer Geburtstagsparty.
  6. Sieht das Kind am ersten Schultag schon ein bekanntes Gesicht, ist alles leichter.

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