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Wie bringt man ein Kind dazu aufs WC zu gehen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
"Sauber" zu werden ist ein wichtiger Schritt im Leben eines Kindes - und dem der Eltern.
Das tägliche Leben wird viel einfacher, wenn man das Kind erst mal aus den Windeln hat. Man spart viel Zeit, Aufwand und selbstverständlich auch Geld. Aber wie bringt man den Kleinen dazu, auf das WC zu gehen?

  • Oft gibt das Kind selbst die ersten Zeichen. Wenn es sich plötzlich versteckt, um "Nummer Zwei" zu gehen, oder mit einer vollen Windel unruhig wird oder oder sogar auf die Hose zeigt, dann ist es Zeit, mit dem Training zu beginnen. 
  • Es hilft, wenn das Kind vorher schon bei Eltern oder Geschwistern den Toilettenvorgang beobachtet hat und durch natürliche Neugier und Ehrgeiz angespornt ist, es den Grossen gleichzutun. 
  • Ein spezieller Kleinkindersitz für das WC hilft, dem Kind die Angst vor dem "Hineinfallen" zu nehmen.

  • Kleinkindersitz für das WC
  • und viel Geduld

  1. Eine gute Gelegenheit, die Toilette vorzustellen, ist morgens nach dem Aufwachen und tagsüber beim regulären Windelwechsel. Selbstverständlich sollte man zuerst nicht zu viel erwarten und das Kind auch nicht zwingen, über längere Zeit zu "thronen". 
  2. Sollte zufällig "das Ereignis" wirklich eintreten, ist natürlich dickes Lob fällig.
  3. Während des Tages achtet man auf die Anzeichen, dass es "jetzt Zeit ist". Man kennt diese meistens ja schon. Dann geht es darum, das Kind schnellstmöglich auf das WC zu setzen (selbstverständlich ohne Zwang). 
  4. Sollte es gerade Sommer sein, ist das natürlich eine grosse Hilfe. Wie viel einfacher und schneller ist es, einfach mal ein Höschen herunterzuziehen, als sich erst durch mehrere Lagen von Kleidungsstücken durcharbeiten zu müssen! 
  5. Wenn möglich, kann man die warme Jahreszeit auch nutzen, um das Kind draussen einfach mal nur im Höschen bekleidet - ohne Windel - spielen zu lassen. 
  6. Ein kleiner "Unfall" ist dann nicht so schlimm, macht dem Kind aber den Zusammenhang zwischen Harndrang und der nassen Hose bewusst.
  7. Ganz wichtig ist es, das "Sauberwerden" in keinen Machtkampf ausarten zu lassen. Das Training sollte ganz gelassen erfolgen, und kleine Missgeschicke keine grosse Sache. 
  8. Man gewinnt auch nichts dabei, zu früh anzufangen, ohne dass das Kind Zeichen gegeben hat, dass es überhaupt bereit und in der Lage ist. 
  9. Wenn das Kind das Training ablehnt, ist es besser für alle Beteiligten, mit dem nächsten Versuch eben noch ein paar Wochen zu warten.

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