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Wie bringt man einem Kind das Schwimmen bei?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Einem Kind das Schwimmen beizubringen, ist keine schnell zu erledigende Aufgabe.
Man sollte mindestens zweimal pro Woche üben. Je nach Veranlagung des Kindes ist nach circa ein bis zwei Monaten mit Erfolg zu rechnen.

  • Da Sie zum Üben in ein Schwimmbad gehen müssen, ist die erste Barriere schon gegeben. Sie werden wohl kaum allein mit Ihrem Kind im Schwimmbad sein. 
  • Damit sich das Kind nicht beobachtet fühlt und dadurch gehemmt ist, sollten Sie es möglichst so einrichten, zu Zeiten ins Bad zu gehen, in denen die Badeanstalt nur wenig besucht ist. 
  • Ansonsten ist das Kind unter Umständen peinlich berührt, was jeglichem Lernerfolg natürlich im Wege steht.

  1. Als erstes sollte das Kind lernen, dass das Wasser nicht sein Feind ist, sondern dass man darin schweben kann. Fangen Sie mit diesem Schritt im Nichtschwimmerbecken an, damit das Kind sich auch am Anfang ganz sicher fühlt. 
  2. Wenn das Kind begreift, dass das Wasser trägt, ist schon ein wichtiger Punkt erfüllt. Am Anfang einer jeden Übungseinheit sollte sich das Kind im flachen Wasser eigenständig „aufwärmen“ und mit dem Element vertraut machen. 
  3. Das erreicht man, indem das Kind einfach ein bisschen auf und ab hüpft oder schon man ein bisschen die Arme wie beim Schwimmen bewegt. Machen Sie dann mit dem Kind einfache Gleitübungen. Stabilisieren Sie es dabei noch mit Ihren Händen an den Schultern oder unter dem Bauch.
  4. Dann können Sie versuchen, dass das Kind den Kopf unter Wasser bringt und dabei die Luft anhält. Wenn es gelernt hat, dass man das steuern kann, wird es keine Probleme dabei haben, sich bäuchlings mit nach vorne gestreckten Armen aufs Wasser zu legen und (mit ein wenig Schwung) treiben zu lassen. 
  5. So lernt es, dass es nur einen kleinen Impuls zur Vorwärtsbewegung braucht. Auch das Schweben auf dem Rücken kann es so lernen. Sorgen Sie dafür, dass das Kind dabei immer schön den Kopf nach hinten überstreckt, schön den Brustkorb in Richtung Decke steckt und ruhig und gleichmäßig atmet. 
  6. Die Arm- und Beinbewegungen für das Brustschwimmen können Sie später einzeln im Trockenen zeigen und üben, aber immer eins nach dem anderen und nicht zu viel auf einmal. 
  7. Wenn Sie an irgendeiner Stelle merken, dass das Kind in Panik verfällt, so kehren Sie zu den Grundübungen zurück, bei denen das Kind mit den physikalischen Gesetzen vertraut gemacht wird. 
  8. Ängsten sollten Sie mit Leichtigkeit und großem Einfühlungsvermögen begegnen, niemals mit Druck. Kinder mögen es, sich spielerisch im Wasser auszuprobieren, setzen Sie diesem Spieltrieb nichts entgegen. 
  9. Wenn das einfache Gleiten auf dem Wasser gelingt, dann lassen Sie das Kind sich an den inneren Beckenrand stellen, an einer Stelle, wo das Wasser ungefähr bis zur Brust geht. 
  10. Es soll in leichte Grätsche gehen, die Arme in Ausgangsposition bringen und sich nun mit etwas Schwung von den Beinen her abstoßen und dabei durch den Auftrieb in die richtige Wasserlage kommen. 
  11. Das Kind muss dabei die Beine nicht knapp unter der Wasseroberfläche haben, ein gewisser Winkel ist dabei ganz normal und vermeidet ein ungesundes Hohlkreuz. 
  12. Bei manchen Kindern empfiehlt es sich auch, zunächst mit dem Schnorcheln anzufangen. Aber das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. 
  13. Sollten sich gar keine Erfolge einstellen, dann bleibt noch der Weg in eine Schwimmschule beziehungsweise zu einem Schwimmkurs.

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