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Wie bringt man einem Kleinkind bei die Nacht durchzuschlafen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Ihr Kind schläft nicht durch? Mit diesem Problem sind sie sicher nicht alleine.

Ihr Kind schläft nicht durch? Mit diesem Problem sind sie sicher nicht alleine. Und vermutlich ebenso wenig mit den dazugehörigen und gut gemeinten Ratschlägen von Eltern, Großeltern und Bekannten, die leider häufig immer noch lauten wie: "Lass es einfach schreien, es wird schon wieder einschlafen". Vor allem sollte man sich bewusst machen, dass das Problem sich meist von ganz alleine erledigt, wenn das Kind gelernt hat, sich an den Tag-Nacht-Rhythmus der Eltern anzupassen. Dennoch kann man dieses Prozess unterstützen und beschleunigen.

Zuerst ist es wichtig zu beobachten und zu verstehen, wann und warum das Kind aufwacht. 

  • Hat es Hunger oder Durst? 
  • Ist es nass und fühlt sich unwohl?
  • Hat es Angst, schlecht geträumt? (Vor allem bei schon etwas älteren Kleinkindern)
  • Ist es einfach wach und ausgeschlafen?
  • Wacht es jede Nacht zu den gleichen Zeiten auf?


Wie verhält sich das Kind, wenn es wach ist?

  • Schreit es sofort und steigert sich in das Weinen hinein, wenn niemand kommt?
  • Weint ein wenig und schläft dann wieder weiter?
  • Liegt es länger wach, "redet" eine Weile und beginnt dann mit dem Weinen?

  1. Wenn das Kind aufwacht, gehen Sie nicht sofort ans Bettchen, warten Sie einen kleinen Moment ab. Manche Kinder jammern nur kurz und schlafen dann weiter.
  2. Lassen Sie das Kind nicht schreien. Sicherlich wird es irgendwann vor Erschöpfung wieder einschlafen, aber das Gefühl des Alleinseins, der Hilflosigkeit und der Verzweiflung werden es die nächsten Nächte sicherlich zu immer lauterem Weinen bringen. Und Sie selbst finden dabei sicher auch keinen Schlaf.
  3. Wenn Sie zum Bettchen treten, machen Sie kein Licht, sondern benutzen Sie möglichst nur eine kleine Dämmerlampe. Licht signalisiert: Tag, hell, aufwachen. Auch das Füttern und Wickeln sollte möglichst ruhig und im Dämmerlicht stattfinden.
  4. Nehmen Sie das Kind nicht sofort aus dem Bett, reden Sie leise und beruhigend, streichen Sie seine Wange, halten Sie das Händchen. Vielleicht findet es schon so zurück in den Schlaf.
  5. Wenn es stark weint, tragen Sie es beruhigend auf und ab. Auch hier möglichst im Dämmerlicht. Setzen Sie sich mit ihm in einen gemütlichen Sessel, summen oder singen Sie leise und beruhigend. Je entspannter Sie selbst sind, umso schneller wird das Kind sich beruhigen und wieder müde werden. 
  6. Versuchen Sie schon die Zeit vor dem Schlafen den Abend ruhig ausklingen zu lassen. Viele Kinder nehmen zu viele Reize mit in den Schlaf und schrecken deshalb häufig auf.

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