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Wie erzählt man eine spannende Gutenachtgeschichte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Die Gutenachtgeschichte hilft Ihnen und Ihrem Kind den gemeinsamen Tag geruhsam zu beenden.

Sich Geschichten zu erzählen beruht auf einer langen Tradition und bietet auch heute die Möglichkeit Werte zu vermitteln, die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren, aber auch einfach nur Spaß zu haben. Die Gutenachtgeschichte hilft Ihnen und Ihrem Kind den gemeinsamen Tag geruhsam zu beenden. 
Aber wie funktioniert spannendes Erzählen und wie kann man dabei vorgehen?

  • Die Geschichte sollte altersgerecht ausgewählt werden. Eine zu einfache oder zu komplexe Geschichte wird Ihr Kind schnell langweilen.
  • Wählen Sie ein Thema aus für das sich Ihr Kind interessiert. Für was kann es sich begeistern? Wenn möglich suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Bücher aus. 
  • Falls Sie die Gutenachtgeschichte als Ritual gerade erst einführen, lesen Sie am Anfang kurze Geschichten vor. Konzentriertes Zuhören und Erzählen ist eine Sache der Übung und kann gerade am Anfang noch Schwierigkeiten bereiten. 
  • Nehmen Sie sich Zeit und haben Sie Spaß am Erzählen. Wenn Sie mit dem Kopf woanders sind, wird Ihr Kind das merken und nicht mehr zuhören.

  • Im Fachhandel finden Sie eine breite Auswahl an Vorlesebüchern, sortiert nach Themen und Altersgruppen. Hier können Sie sich beraten lassen, falls Sie unsicher sind.
  • Bibliotheken sind eine kostengünstige Alternative zum Fachhandel. Mitgliedsausweise sind für Kinder meistens kostenlos.
  • Etwas aufwendiger, aber auch persönlicher ist es sich die Geschichte selbst auszudenken. Sie können sich an klassischen Märchenmustern orientieren und mit vertrauten Dingen aus dem Alltag Ihres Kindes kombinieren.

  1. Lesen Sie die Geschichte vorher alleine durch. Machen Sie sich vertraut mit dem Text, den Figuren und der Handlung. Überlegen Sie wie die unterschiedlichen Stimmen klingen könnten(z.B. eine Maus – hohe, piepsige Stimme, ein Räuber – tiefe, raue Stimme). Spannende Stellen sollten Sie entsprechend betonen indem Sie z.B. lauter oder schneller sprechen. 
  2. Ist es Zeit für die Gutenacht Geschichte, stellen Sie sicher dass Sie durch nichts gestört werden. Machen Sie das Ritual nicht nur sich selbst und Ihrem Kind, sondern auch den anderen Familienmitgliedern bewusst.
  3. Lassen Sie beim Vorlesen oder Erzählen Ihr Kind aktiv teilnehmen z.B. indem es die Seiten umblättern darf oder Sie Fragen stellen (z.B. "Was glaubst du was jetzt passiert?"). Beginnen und enden Sie das Ritual mit einem besonderen Satz (Beispiel "Es war einmal" - "Und wenn sie nicht gestorben sind..."). Sie bieten so einen festen Rahmen.

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