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Wie Kinder Tod und Trauer miterleben?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Es fordert eine Menge Fingerspitzengefühl mit einem Kind über das Thema Tod zu sprechen.

Der Tod ist ein Teil des Lebens. Ob nun durch Krankheit, Unfall oder Alter, niemand lebt ewig. Das einem Kind nahe zu bringen, das gerade am Anfang seines Lebens steht ist sicher nicht einfach, aber notwendig. Es fordert eine Menge Fingerspitzengefühl mit einem Kind über das Thema Tod zu sprechen, schließlich will man dem kleinen Menschen ja keine Angst einjagen, sondern dafür sorgen, das der Tod als das natürliche Ende des Lebens angesehen wird.

Tod und Trauer im Kindesalter

  1. Je kleiner das Kind ist, desto mehr müssen die Eltern ein wenig mit Fantasie arbeiten. Einem Kind zu erklären, das die Oma oder der Opa jetzt bei den Engeln ist, von oben über das geliebte Enkelkind wacht und alles sieht, was in seinem Leben passiert ist sicher eine Option. 
  2. Damit geht der geliebte Mensch dem Kind nicht verloren, man hat die Gelegenheit Erinnerungen aufzufrischen, an lustige oder schöne Erlebnisse mit dem Verstorbenen zu denken und somit dem Kind klar zu machen, das dieses Ende keins für die Ewigkeit ist, denn die Erinnerungen halten den Menschen am Leben. 
  3. Das trifft zu wenn das Alter den Tod gebracht hat. Was ist jedoch mit Unfällen, von Menschen wo dem Kind klar ist, das sie noch zu jung waren um zu sterben? Auch hier ist es wichtig, dem Kind die Angst zu nehmen, ruhig mit ihm zu sprechen und zu erklären, das manche Dinge einfach passieren können. 
  4. Das Kind versteht vielleicht in ganz jungen Jahren noch nicht, warum so schlimme Dinge passieren, aber es ist sehr wichtig das es weiß, jemand ist da, ein Ansprechpartner, bevorzugt natürlich die Eltern, der ihm hilft die Situation zu verstehen. 
  5. Nach langer Krankheit ein Familienmitglied zu verlieren gibt den Eltern die Möglichkeit, dem Kind zu sagen, das Oma oder Opa, Tante oder Onkel oder wer auch immer aus dem Leben gegangen ist, es jetzt besser hat, ohne Schmerzen ist und wieder glücklich sein kann.
  6. Kinder können ihrer Trauer oft gut Ausdruck verleihen, wenn sie Bilder malen, die man vielleicht mit ins Grab legen kann, damit der Mensch, den man zu Lebzeiten so gern gehabt hat, auch da wo er hingeht ein Erinnerungsstück hat. 
  7. Wenn man merkt, das das Kind sich verschließt und zurückzieht, sollte man es kurze Zeit gewähren lassen, und dann behutsam das Gespräch suchen, um heraus zu finden, wohin die Gedanken des Kindes sich wenden. 
  8. Positive Gedanken zu vermitteln, das ist das Wichtigste, nur so versteht ein Kind das der Tod teil des Lebens ist.

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