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Wie klärt man ein Kind auf?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Zuerst stellt sich die Frage, warum möchten Sie Ihr Kind aufklären? Hat es konkret gefragt?

Zuerst stellt sich die Frage, warum möchten Sie Ihr Kind aufklären? Hat es konkret gefragt? Sind Sie der Meinung, dass es nun Zeit wird? Ein Kind sollten Sie aufklären, wenn es tatsächlich konkret gefragt hat, zum Beispiel wo die Babies herkommen oder wie das Baby in den Bauch kommt oder oder oder. Die Art und der Umfang der Aufklärung richtet sich nach dem Alter und dem Verständnis des Kindes. Es gibt Kinder die mit drei Jahren schon komplexe Zusammenhänge begreifen können, an denen andere 5jährige noch knabbern.

  • Wie lautet die Frage die das Kind gestellt hat? Denken Sie gut nach, nicht immer möchte das Kind etwas über Sexualität wissen. 
  • Wenn es allerdings wirklich um eine Aufklärungsfrage geht, dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass manche Kinder den Dingen auch gerne auf den Grund gehen. 
  • Kalkulieren Sie also Zeit ein, immerhin legen Sie den Grundstein für eine gesunde Sexualität. Wenn Sie etwas erklären werden sie nicht wissenschaftlich. 
  • Sie dürfen auch kindgerechte Begriffe benutzen, passen Sie sich dem Sprachgebrauch und Sprachverständnis des Kindes an. 
  • Ein kleiner Junge der bisher gewohnt war, dass sein Glied mit Pipimann betitelt wurde, wird bestimmt äußerst hellhörig, wenn das Glied plötzlich als Penis bezeichnet wird. 
  • Und dann dürfen Sie sofort mit diversen Folgefragen rechnen: Mama, warum wirst du denn jetzt rot? Papa, warum stotterst du jetzt so rum? Kinder haben da ganz feine Antennen.

  1. Fragen Sie ruhig noch einmal nach was das Kind denn genau wissen möchte.
  2. Hören Sie ruhig und geduldig zu, nehmen Sie sich Zeit.
  3. Beantworten Sie die Frage ruhig und sachlich nach dem Sprachverständnis und dem Wissenstand des Kindes. 
  4. Wenn Sie sehen, dass das Gespräch eventuell länger dauern könnte, dürfen Sie auch vertagen.
  5. Holen Sie sich Hilfe in Form von kindgerechter Literatur. 
  6. Vermitteln Sie dem Kind das Sexualität und Liebe etwas natürliches und sehr schönes sind.
  7. Rechnen Sie mit Folgefragen.
  8. Rechnen Sie mit peinlichen Überraschungen (drei- und vierjährige haben wenig Schamgefühl und posaunen an der Kaffeetafel, auf dem 70sten Geburtstag von Tante Erna, auch schon mal gerne laut raus „Meine Mutter hat eine Vagina und da war der Penis von meinem Papa drin...“)
  9. Nehmen Sie es gelassen, anderen geht es genau so.
  10. Trinken Sie ein Glas Wein das beruhigt!

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