Foto: Shutterstock.com

Wie verhält man sich mit einem oft weinenden Kind?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Wenn ein Kind sehr häufig weint, kann das natürlich sehr unterschiedliche Gründe haben.
Immer jedoch sollte durch einen Arzt ausgeschlossen sein, dass das häufige Weinen gesundheitliche Ursachen hat.

Ein sehr kleines Kind weint meist, weil es:

  • Hunger oder Durst hat,
  • sich unwohl fühlt: Bauchschmerzen hat, Zähne bekommt, wund ist,
  • müde ist,
  • sich langweilt

  1. Gerade junge Eltern sind oft unsicher, ob ihr Kind weint, weil es Hunger oder Durst hat. Sind die Unsicherheiten hier groß, sollte immer das Gespräch mit einem Arzt oder einer Hebamme gesucht werden. Bald schon lernt man jedoch, das Weinen zu unterscheiden. 
  2. Auch bei Kindern, die zu Koliken neigen, sollte man immer zusammen mit dem Kinderarzt überlegen, wie dem Kind geholfen werden kann.
  3. Ist das Kind satt und weint dennoch so, dass man das Gefühl hat, es fühlt sich unwohl, sollte man nachsehen, ob es vielleicht wund ist oder ob durchbrechende Zähne plagen. Hier hilft – außer entsprechender Behandlung – nur geduldiges Trösten und Tragen.
  4. Häufig schaffen es gerade aufgeweckte und neugierige Kinder nicht, aus sich selbst heraus zur Ruhe zu kommen. Dann sind sie müde, quengelig und weinen viel. Diese Kinder kann man unterstützen, wenn man sie rechtzeitig in eine etwas ruhigere und entspanntere Situation und Umgebung bringt. 
  5. Also nicht direkt aus der wilden Aktion heraus versuchen, das Kind zu einem Mittagsschlaf zu bewegen sondern im Vorfeld den Tag so strukturieren, dass ruhige Phasen eingeplant werden.
  6. Viele Menschen sind der Meinung, dass man ein Kind "verwöhnt", wenn man es gleich aufnimmt, wenn es weint, und dass es dann immer häufiger weinen würde, um sein Ziel zu erreichen. 
  7. Man sollte aber umgekehrt nicht aus den Augen verlieren, dass ein Kind, das noch nicht sprechen kann, wenige Möglichkeiten außer dem Weinen hat, um sich auszudrücken, wenn ihm etwas fehlt. 
  8. Ein Kind, das sich sicher und geborgen fühlt, wird seltener weinen, als ein ängstliches, verunsichertes Kind. Aber auch ein sattes und zufriedenes Kind wird unter Umständen weinen, vielleicht einfach, weil es sich langweilt. 
  9. Das sollte man nicht als "Tyrannei" betrachten, sondern als das was es ist: als Signal eines aufgeweckten und intelligenten Kindes, das immer mehr Anteil an seiner Umwelt nehmen möchte. 
  10. Und wenn man dem Kind dann angemessene Erfahrungen bietet und sich mit ihm beschäftigt, wird es sicher auch weniger weinen.

Kommentare