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Wie verringert man die Angst eines Kindes vor einem Arztbesuch?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Viele Kinder leiden unter Angst vor und bei einem Arztbesuch.
In den Kinderaugen ist der Arzt eine fremde Person in einem weißen Kittel, der das Kind zu Untersuchungszwecken anfassen will. Das ist den meisten Kindern nicht geheuer. Versuchen Sie, Ihrem Kind mit den folgenden Ratschlägen diese Angst zu nehmen:

  • "Richtigen" Arzt suchen, Spezialisten nicht vergessen.
  • Dem Kind die Untersuchungen erklären.
  • Arzttermine wegen Kleinigkeiten und Zahnkontrolle, nicht erst wenn das Kind zum Arzt "muss".
  • Loben und Belohnen, wenn der Arztbesuch "gut gelaufen" ist.

  1. Suchen Sie sich einen verständnisvollen und sympathischen Arzt. Hören Sie sich in Ihrem Bekanntenkreis um und lassen sich Ärzte empfehlen. Denken Sie daran, dass Sie einen Kinderarzt, einen Zahnarzt und vielleicht einen anderen Spezialisten benötigen könnten. 
  2. Ein guter Arzt verschafft sich eine Vertrauensbeziehung zu Ihrem Kind und zieht notfalls auch einmal seinen Kittel aus. Wenn Sie oder Ihr Kind mit dem Arzt nicht zurecht kommen, sollten Sie einen Arztwechsel vornehmen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihr Kind immer mit Angst zum Arzt geht. 
  3. Erklären Sie Ihrem Kind was der Arzt macht und warum er das macht. Versuchen Sie plausibel zu erklären, warum beispielsweise bei einem Husten die Brust abgehört werden muss. Auch wenn Ihr Kind nicht alles versteht, geben Sie ihm doch ein sicheres Gefühl: "Wenn Mama oder Papa das sagen, dann wird es wohl so richtig sein." 
  4. Gehen Sie mit Ihrem Kind einfach mal wegen einer Kleinigkeit zum Arzt. Ihr Kind wird lernen, dass der Arztbesuch nicht immer mit Schmerzen durch eine Spritze o.ä. verbunden ist. Dies gilt insbesondere für den Zahnarztbesuch. 
  5. Gehen Sie vor Eintreten etwaiger Zahnschmerzen zum Zahnarzt. Dies schafft Vertrauen. Wenn Ihr Kind dann einmal mit Zahnschmerzen behandelt werden muss, fällt dies Ihrem Kind und dem Arzt entsprechend leichter.
  6. Loben Sie Ihr Kind ruhig überschwänglich, wenn es sich beim Arztbesuch gut benommen hat. Das Kind wird sich selbst als tapfer bezeichnen. Stimmen Sie dem zu, Sie geben Ihrem Kind damit mehr Sicherheit und Zuversicht. Eine kleine Belohnung für Ihr Kind kann dazu beitragen. 
  7. Viele Mitarbeiter in Kinderarztpraxen verwöhnen ihre kleinen Patienten oft mit einer Süßigkeit. Dies ist nicht nur nett gemeint, sondern erleichtert dem Kind das Wiederkommen. Schimpfen Sie nicht, wenn der Arztbesuch mit Geschrei geendet hat. Gehen Sie darüber hinweg und betonen, dass es beim nächsten Mal bestimmt besser wird. 
  8. Mit einem Kind ist man allein wegen der regelmäßigen U-Kontrolluntersuchungen beim Arzt. Es wäre für das Kind schlimm, jedes Mal vor einem Arztbesuch in Panik auszubrechen.

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