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Die Pflichten des Trauzeugen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Jemand hat Sie gebeten, sein Trauzeuge zu werden? Herzlichen Glückwunsch!

Jemand hat Sie gebeten, sein Trauzeuge zu werden? Herzlichen Glückwunsch, denn offensichtlich stehen Sie diesem Menschen sehr nahe. Nun ist es wichtig, dass Sie die wichtigsten Aufgaben eines Trauzeugen kennen.

  • Als Trauzeuge gehen Sie keinerlei Verpflichtungen im juristischen Sinne ein, da eine standesamtliche Eheschließung bereits seit 1. Juli 1998 auch ohne Trauzeugen möglich ist.
  • Betrachten Sie es als ein Zeichen von Wertschätzung, dass man Sie zum Trauzeugen auserwählt hat. Dadurch übernehmen Sie auch eine soziale Verantwortung für diese Ehe.
  • Bei kirchlichen Eheschließungen besteht nur noch die katholische Kirche auf Trauzeugen. Evangelische Hochzeiten sind mit, aber auch jederzeit ohne Trauzeugen möglich.

  1. Stehen Sie dem Brautpaar in allen Phasen der Hochzeitsvorbereitung mit Rat und Tat zur Seite. Helfen Sie Braut oder Bräutigam auch beim Aussuchen der Hochzeitsgarderobe. Zwar dürfen Sie auch eigene Meinungen und Vorschläge einbringen, wobei die letzte Entscheidung immer beim Brautpaar liegt. Es ist schließlich ganz alleine ihr Tag. 
  2. Organisieren Sie einen Jungengesellenabschied für Braut oder Bräutigam, falls dies gewünscht wird. Es muss dabei nicht gleich in eine Stripteasebar gehen - eine gepflegte Kneipentour macht genauso viel Spaß.
  3. Am Tag der Hochzeit ist es Ihre Aufgabe, auf das Brautpaar beruhigend einzuwirken. Da die beiden wahrscheinlich unheimlich aufgeregt sind, sollten zumindest Sie versuchen, gelassene Ruhe auszustrahlen. 
  4. Behalten Sie auch während der gesamten Feierlichkeiten dezent das Organisatorische im Auge: schließlich soll sich das Brautpaar an seinem großen Tag um nichts zu kümmern brauchen. Wenn Sie mögen, können Sie auch eine kleine Ansprache halten oder lustige Hochzeitspiele vorbereiten. 
  5. Bei der standesamtlichen Trauung müssen Sie Personalausweis oder Reisepass vorlegen und auf der Heiratsurkunde unterschreiben. Sofern auch eine kirchliche Vermählung stattfindet, werden Sie hier normalerweise nur zum Reichen der Ringe oder Halten des Brautstraußes gebraucht. Wenn Sie mögen, können Sie auch ein Gebet sprechen.
  6. Auch nach der Hochzeit sollten Sie jederzeit für das Brautpaar da sein, denn schließlich haben Sie eine Art Patenschaft für diese Ehe übernommen. Falls es irgendwann doch zu einer Trennung kommen sollte, können Sie entweder als neutraler Vermittler fungieren oder tröstend zur Seite stehen.

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