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Heiraten - Woher kommt die Tradition der kirchlichen Hochzeit?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:04
Eine Hochzeitsfeier ist das schönste Fest in der Familie.
Für ein verliebtes Paar ist es der Höhepunkt ihrer gemeinsamen Liebe. Wie überall im Leben sind natürlich auch rechtliche Gegebenheiten damit verbunden. Der neue Familienstand wird bei der standesamtlichen Hochzeit begründet. Danach kann im zweiten Teil die kirchliche Trauung geplant werden.

Die Tradition im Überblick

  • Wenn Du einer christlichen Glaubensgemeinschaft angehörst, ist es Dir vielleicht wichtig, Deine Hochzeit in einem entsprechenden Rahmen zu feiern. Doch die tiefere Bedeutung ist es, den Segen für die gemeinsame Verbindung zu erhalten.
  • Du bekennst Dich vor dem Staat, der Gesellschft und der Familie zu Deinem Partner - aber auch besonders vor Gott. Seit dem 12. Jahrhundert ist die Ehe in der katholischen Kirche ein sogenanntes Sakrament und als heilig anzusehen. Nicht der Priester, sondern beide Ehepartner spenden sich den Bund der Ehe gegenseitig. 
  • Das Ja-Wort, das Ehegelöbnis und das Anstecken der gesegneten Ringe mit den dazugehörigen Zeremonien sind in der Kirche als Höhepunkt und die wichtigsten Zeichen für den gemeinsamen Lebensweg anzusehen. 
  • Schließlich versprichst Du Deinem Partner die Liebe und die Treue in guten wie in schlechten Tagen. Darauf kommt es an. Die Ehe soll ja für ein ganzens Leben halten. Das will vorher gut überlegt sein. Denn viele Herausforderungen hat der Mensch auf seinem Lebensweg zu bewältigen. Eine starke Partnerschaft und natürlich die Liebe zwischen zwei Menschen können viel Gutes bewirken. 
  • Evangelische und katholische Trauungen unterscheiden sich voneinander. Bei der katholischen Trauung werden Euch zusätzliche Fragen gestellt, z. B. ob Ihr frei und ungezwungen zum Traualtar gekommen seid, ob Ihr die Kinder, die Gott Euch schenkt, annehmen und christlich erziehen wollt, und ob Ihr Verantwortung in Kirche und Alltag übernehmen möchtet. 
  • Die Texte, die während der Trauung gesprochen werden sollen, wie z. B. die Lesung und die Fürbitten sowie die Liedauswahl könnt Ihr gemeinsam mit dem zuständigen Pfarrer in einem Gespräch festlegen.
  • Hierbei wird auch der gesamte Ablauf der Trauung, die Bedeutung der Ehe aus kirchlicher Sicht und alle weiteren Fragen erörtert.

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