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Polterabend: Der Ablauf des Polterns

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Aber was ist so ein Polterabend denn genau und gibt es da einen besonderen Ablauf?

Ein Brautpaar hat schon vor der Hochzeit einiges um die Ohren. Dazu gehört es auch, Einladungen für die Hochzeitsfeier zu schreiben. Aber oft hat das Brautpaar ja so viele Freunde und Bekannte, dass sie unmöglich alle zur Hochzeit eingeladen werden können. Der traditionelle Polterabend bietet Braut und Bräutigam die Möglichkeit, auch mit nicht ganz so nahen Freunden und Bekannten, den Einzug in den Hafen der Ehe zu feiern.
Aber was ist so ein Polterabend denn genau und gibt es da einen besonderen Ablauf?

Der genaue Ablauf

 

Der Polterabend sollte eigentlich am Donnerstag oder Freitag vor der Hochzeit gefeiert werden. Oft wird er aber schon eine oder zwei Wochen vor dem großen Tag des Paars ausgerichtet. Dadurch können sich alle Beteiligten vor der Hochzeitsfeier wieder erholen. Auf einem Polterabend geht es nämlich auch mal hoch her. Einen festen Ablauf gibt es nicht, eigentlich läuft die Feier vor der Hochzeitsfeier recht ungezwungen ab.

 

  • Daher muss man sich auch keine Gedanken um eine besondere Garderobe machen. Lockere und legere Kleidung reicht, in den meisten Fällen, völlig aus.
  • Zu der Party wird man nicht eingeladen, das Brautpaar gibt einen Termin bekannt und es kommen alle, die glauben willkommen zu sein.
  • Es ist auch nicht üblich, an diesem Abend Geschenke zu bringen. Gäste die nicht zur Hochzeit kommen und etwas schenken möchten, können dies aber gerne tun.
  • Früher wurde der Polterabend im Haus der Brauteltern ausgerichtet. Aber das ist ja nicht immer möglich. Für die Feier werden heute auch Gaststätten, Vereinsheime oder die Scheune von Freunden genutzt. Ein kleines Bierzelt oder ein Grillplatz sind auch völlig in Ordnung.
  • Die Speiseangebote können auch sehr unterschiedlich sein. Steaks und Würstchen vom Grill mit Fassbier sind genauso okay, wie das Buffet von einem Partyservice. Das bestimmen der Geldbeutel und die gewünschte Atmosphäre.
  • Auf gar keinen Fall dürfen die Scherben fehlen, denn die bringen bekanntlich ja Glück. Es darf aber kein Glas zerschlagen werden, sondern nur Porzellan und Steingut. Hier findet altes Porzellangeschirr ebenso Verwendung, wie ausgediente Toilettenschüsseln oder Waschbecken.
  • Die Scherben fallen immer mit dem Eintreffen der Gäste an. Brautpaare, die besonders viele Gäste erwarten, sollten schon vor der Feier einen Container bestellen, damit die Überreste wieder abtransportiert werden können.
  • Es ist nicht in allen Regionen Deutschlands üblich diesen Abend zu feiern. In manchen Gegenden, wie in Schwaben, wird das Brautpaar aber nicht darum herumkommen.
  • Gerade in Süddeutschland gibt es während des Polterabends verschiedene Bräuche. So kann während der Feier eine junge Frau erscheinen, die behauptet die wirkliche Braut zu sein. Der Bräutigam muss dann erklären warum seine Partnerin die richtige ist und sich gegen die Annäherungsversuche der falschen Braut wehren.

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