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Der Chef flirtet - was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
Immer häufiger kommt es vor, dass Vorgesetzte ihren Mitarbeitern deutliche Avancen machen.

Immer häufiger kommt es vor, dass Vorgesetzte ihren Mitarbeitern deutliche Avancen machen, oftmals nur um das Abhängigkeitsverhältnis zu verdeutlichen. Erwidert ein betroffener Mitarbeiter die Annäherungsversuche nicht oder weist sie gar zurück hat er mit einer Verschlechterung des Arbeitsklimas zu rechnen und oft ist eine Weiterentwicklung in Form einer Beförderung nicht möglich, weil die Bewertung durch den Vorgesetzten für sein "Opfer" nicht mehr ganz so rosig ausfällt. Was also ist nun zu tun?

  • Wie immer du dich auch entscheidest, zu reagierem; vergiss niemals, dass auch dein Chef bzw. deine Chefin Gefühle hat!

  1. Zuerst einmal sollten Zutraulichkeiten freundlich aber bestimmt zurückgewiesen werden, Anlass zu weiteren Annäherungsversuchen darf es keineswegs mehr geben. Am wirkungsvollsten hat sich aber die Flucht nach vorn erwiesen. 
  2. Meist beginnen die Avancen mit ein paar freundlichen Komplimenten, einem versonnenen Lächeln oder einer vertraulichen aber heimlichen Geste. Danach folgt oft die Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen. Und diese Einladung solltest Du tatsächlich annehmen! 
  3. Wenn dann das gemeinsame Dinner stattfindet, solltest Du Dich freundlich distanziert verhalten. Erkläre Deinem Gegenüber was Du an ihm schätzt, denn jeder Mensch hat seine gute und nette Seite, und genau diese musst Du jetzt auf den Tisch bringen. 
  4. Sage Deinem Verehrer - oder auch Deiner Verehrerin, denn keiner sagt dass es sich hier um eine "geschlechtliche Einbahnstraße" handelt - dass es komplett gegen Deine Prinzipien verstößt eine Affäre am Arbeitsplatz zu beginnen, und schon gar wenn diese Affäre sich auf unterschiedlichen Ebenen der Firmen - Hierarchie abspielt. 
  5. Vergiss dabei nicht dass auch Dein Gegenüber Gefühle hat, die durchaus auch verletzt werden können, und sag ihm oder ihr, dass genau das nicht Deine Absicht ist: Du möchtest auf keinen Fall verletzend sein oder wirken. 
  6. Häufig ist genau so ein Gespräch notwendig um dem oder der Vorgesetzten einen Spiegel vorzuhalten, meist endet so ein Dinner in freundlichem Einvernehmen oder im schlimmsten Fall in peinlichem Schweigen.
  7. Viele mögen diesen Weg für unorthodox halten, doch er ist wirkungsvoll. Womöglich sind die ersten Tage am Arbeitsplatz noch unangenehm, aber hier bewahrheitet sich häufig ein altes Sprichwort: Die Zeit heilt alle Wunden, und auch verletzter Stolz wird gekittet wenn man ein klärendes Gespräch in freundlicher Atmosphäre geführt hat.
  8. Sollte Dein Chef oder Deine Chefin aber so nicht zu kriegen sein, dann suche das Gespräch im Büro und nimm Dir gegebenenfalls einen Kollegen oder - falls im Unternehmen vorhanden - einen Betriebsrat zur Unterstützung mit.
  9. Zeugen schließen spätere ungerechte Behandlung durch Vorgesetzte meist aus, vor allem wenn man sie frühzeitig über das Problem in Kenntnis gesetzt hat. 

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