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Pflegekinder aufnehmen? - Das sind die Kriterien

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Wenn sich jemand dazu entschlossen hat, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, so ist dieses Engagemen

Neben den gesetzlichen Komponenten sind auch eine Menge emotionaler Faktoren zu berücksichtigen. Um die Pflege eines Kindes können sich Personen in traditioneller Lebensform, aber auch gleichgeschlechtliche Paare, heterosexuelle oder alleinstehende bewerben. Sollten bereits Kinder in der Pflegefamilie leben, muss das aufzunehmende Pflegekind mindestens zwei Jahre jünger sein als ein anderes Kind in der Familie. Von der Bewerbung bis zum Beschluss kann es mehrere Wochen bis zu einigen Monaten dauern.

  • Die Pflegeperson beziehungsweise die Pflegeeltern müssen diese Bereiche zum Vorteil des Kindes abdecken, damit hier keine Sorgen die Pflege belasten könnten. Das Jugendamt wird stets ein prüfendes Auge auf die Pflege des Kindes haben.
  • Entscheidungen, die das Kind betreffen, werden vom Jugendamt mit getragen, wenn nötig in Rücksprache mit den leiblichen Eltern des Kindes Kontakt aufgenommen. Abgesehen von den gesetzlichen Regelungen ist es auch eine emotionale Herausforderung, die Pflege für ein fremdes Kind zu übernehmen.
  • Folgendes ist zu bedenken: Wenn ein Kind sein Zuhause verlässt, muss es gewöhnlich in emotioneller Hinsicht Opfer bringen. Kinder sind empfindsam, und ihr Sinn und ihr Herz sind für Eindrücke empfänglich. Vom Säuglingsalter an suchen sie den Trost und die Geborgenheit, die sie in einem innigen Verhältnis zu den Eltern finden sollten.

  • Welche Kriterien werden geprüft? Damit die Verhältnisse für das Pflegekind abgesichert sind, müssen die finanziellen Verhältnisse der Pflegeperson restlos geklärt sein. Wenn also der Partner plötzlich ohne Einkommen wäre, muss die Pflegeperson in der Lage sein, alleine das Pflegekind ausreichend betreuen zu können. Der Pflegeperson bekommt eine gesetzliche Unterstützung vom Jugendamt, das sogenannte Pflegegeld.
  • Dieses ist dazu gedacht, den Unterhalt für das aufgenommene Kind zu bestreiten. Zum anderen wird auch die Wohnungssituation genau überprüft. Ist die Wohnung groß genug? Hat das Pflegekind, ein eigenes Zimmer? Neben den finanziellen Gegebenheiten und der Wohnsituation wird außerdem noch der Gesundheitszustand der Pflegeeltern geprüft und ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert. Welche Weltanschauung die Pflegeeltern vertreten, welche Anleitung sie dem Kind mitgeben wollen, welche Ziele sie verfolgen, wird ebenfalls unter die Lupe genommen, stets mit dem Wohl des Kindes vor Augen.
  • Aus welchem Grund sich Pflegeeltern bewerben, wird sehr genau analysiert. Alle diese Voraussetzungen müssen gegeben und definiert sein.

Pflegekinder aufnehmen - Außerdem wichtig

  • Es kann für Kinder eine große Härte bedeuten, wenn sie aus ihrer bekannten Umgebung herausgerissen werden und bei Personen wohnen müssen, die ihnen so gut wie fremd sind.
  • Wird sich das Kind zum Beispiel auf die neuen autoritären Personen einstellen können? Manchmal geht alles gut, und zwischen den neuen Eltern und ihrem Pflegekind herrscht ein inniges, vertrautes Verhältnis.
  • Mit gewissenhafter Vorbereitung wird es möglich sein, das Pflegekind liebevoll zu umsorgen, und ihm zu lernen, ein gefestigter Mensch zu werden.

 

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