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Was ist "Sexsomnia"?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Ungewollte Sexaktivitäten im Tiefschlaf - das klingt nach einer schlechten Idee für einen Erotikfilm.

Ungewollte Sexaktivitäten im Tiefschlaf - das klingt nach einem schlechten Erotikfilm. Dabei handelt sich bei Sexomnia um eine wissenschaftlich anerkannte Schlafstörung.

Bitte beachten

  • Rund 8% aller Personen die an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen leiden sollen an Sexsomnia "leiden".
  • Ein Drittel aller Betroffenen sind weiblich.
  • Das Problem scheint erblich veranlagt zu sein. Stress, Alkoholmissbrauch und andere Suchtmittel erhöhen die Anfälligkeit.

Sexsomnia - Eine Form der Schlafstörung

Mit Vergnügen hat diese Form der Schlafstörung wenig zu tun. Auch für die Partner von Sex-Somnambulisten vergeht früher oder später der Spaß. Fremd, kalt und unnahrbar wirkt der geliebt Mensch in diesem Zustand.

Die Betroffenen merken während des Schubs nichts von all dem was vor sich geht und können sich auch anschliessend an nichts erinnern. Je nach Ausprägungsgrad kann das Verlangen des "Täters" sogar so stark sein, dass der Partner Blessuren und blaue Flecken davon tragen kann.
Viele Menschen die an Sexomnia leiden, leben mit dem ständigen Gefühl im Tiefschlaf zum Triebtäter zu werden und geliebten Personen Leid zuzufügen.

Rein psychologisch stecken hinter Sexsomnia ähnliche Mechanismen wie hinter dem Schlafwandeln. Schlafforscher gehen davon aus: der Körper erwacht während sich der Geist noch im Tiefschlaf befindet - ohne jegliche Kontrolle.

 

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