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Was kostet eine Scheidung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
Scheidungen gehören heute - leider - fast schon zum Alltag.

Eine Scheidung gehört heute - leider - fast schon zum Alltag und ist in Deutschland längst keine seltene Erscheinung mehr! Dabei geht bei vielen die Angst um, sich diese finanziell nicht leisten zu können. Ist diese Furcht berechtigt?

  • Auch wenn eine Scheidung immer eine "unschöne Sache" ist, sollte sie doch für jeden finanziell machbar sein: Wer weiß wie, kann die Scheidungskosten daher deutlich senken!

Was gehört zu den "Scheidungskosten"?

  1. Generell ist eine einvernehmliche Scheidung nicht nur weniger Stress für alle Beteiligten, sondern bedarf auch geringerer finanzieller Aufwendungen, da keine
  2. Anwalts- oder Gerichtskosten anfallen. Beide stellen einen nicht unbeträchtlichen Anteil der Kosten einer Scheidung dar.
  3. Die Gerichtskosten berechnen sich dabei über den sogenannten Gegenstandswert, welcher sich wiederum durch die Summe des Nettoeinkommen der Beteiligten pro Monat, multipiliziert mit dem Faktor 3. Je höher also das Einkommen, desto teurer kann eine Scheidung werden!


Auf welche Kosten sollte man sich sonst noch einstellen?

  1. Sind Kinder im Spiel fallen für einen Elternteil Unterhaltsansprüche für diese sowie für den erziehenden Elternteil an.
  2. Letzteres gilt nur dann, wenn selbiger nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügte.
  3. Entschädigungen fallen gegebenenfalls auch für gemeinsame Besitztümer wie Autos oder Häuser für denjenigen an, der selbige behält.


Was passiert, wenn eine anstehende Scheidung die finanziellen Möglichkeiten der Beteiligten übersteigt?

  1. Wer sich im Vorfeld über wesentliche Punkte im Klaren und einig ist, kann sich viele Kosten, wie zum Beispiel die, für einen zweiten Anwalt, sparen. In diesem Fall lassen sich die Kosten für einen Anwalt unter beiden Beteiligten aufteilen.
  2. Außerdem gibt es - bei einer nicht einvernehmlichen Scheidung - die Option, eine Verfahrenskostenhilfe zu beantragen.
  3. Im besten Fall werden die Kosten für anfallende Gerichtskosten vom Staat getragen. Auch Vorschusszahlungen auf den zustehenden Unterhalt sind möglich.

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