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Akkuschrauber richtig kaufen? - Das ist zu beachten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Akkuschrauber sind nützliche Helfer. Privat wie auch im Gewerbe.

Akkuschrauber erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind in einer enormen Vielfalt am Markt erhältlich. Allerdings ist ebenso die Qualität der angebotenen Produkte sehr vielfältig beziehungsweise unterschiedlich. Wer an seinem Akkuschrauber lange Freude haben möchte, sollte darauf schauen, was beim Akkuschrauberkauf zu beachten ist.

  • Ein Akkuschrauber von guter Qualität ist ein äußerst praktisches Werkzeug mit einem sehr breiten Anwendungsspektrum.
  • Puncto Qualität kommt es auf viele Faktoren, wie zum Beispiel die Akkulaufzeit an!

Akkuschrauber richtig kaufen

Der Akku:

  • Ein Akkuschrauber ist nur so gut wie der Akku, der in ihm zum Einsatz kommt. Schon hier bestehen große Unterschiede. Je nachdem, wie der Akku hergestellt wurde, kann dieser schnell schwach werden und gerade in den preiswerten Modellen kommt es nach wie vor zum sogenannten Memoryeffekt des Akkus. Bereits nach mehreren Ladezyklen lädt sich der Akku nur noch minimal auf und bietet immer weniger Leistung.
  • Die meisten Akkus, auch solche von No-Name-Herstellern, kommen als Nickel-Cadmium-Akkus zum Einsatz. Allerdings ist alleine die Bezeichnung Ni-Cad kein Qualitätszeugnis für den Akku.
  • Auch die angegebene Kapazität beschreibt lediglich die maximal mögliche Leistung. Ein Akku für einen Akkuschrauber besteht immer aus mehreren einzelnen Zellen, die zu einem Paket zusammengelötet sind. In der Herstellung dieser Zellen liegt das Geheimnis. Je höher die Energiedichte der Zellen ist, desto besser der Wirkungsgrad des gesamten Akkus.
  • Aber eine höhere Energiedichte bedeutet höhere Herstellungskosten. Darum greifen die Anbieter von sehr preiswerten Geräten lieber auf Akkus zurück, die eine geringe Energiedichte aufweisen. Die Folge davon ist, dass die Geräte anfänglich gut funktionieren, aber sehr bald ihre Leistungsfähigkeit verlieren.

 

Qualitätskriterien:

  • Neben der Energiedichte der Zellen ist es das gesamte Akkupaket, das ein Qualitätskriterium darstellt. Ein guter Akku verfügt über einen Kurzschluss-, Überladungs- und Überhitzungsschutz. 
  • Wird ein Akku seltener gebraucht, wie es bei Heimwerkern oft der Fall ist, so sollte der Akku weder im Gerät noch in der Ladestation bleiben. Idealerweise erfolgt eine Aufladung des Akkus so etwa alle sechs Wochen, wenn er in dieser Zeit nicht genutzt wird.
  • Den Akku am besten auf Holz oder Kunststoff lagern. Untergründe wie ein Stahlblechregal oder Betonboden sind nicht geeignet. Auch die Umgebungstemperatur spielt für die Leistungsfähigkeit des Akkus eine Rolle. Wie bei jeder Batterie verliert auch der Akku aus dem Schrauber mit tiefen Temperaturen an Leistung.

 

Der Akkuschrauber, mobiles Kraftpaket:

  • Mit den richtigen Akkus kann ein guter Akkuschrauber durchaus einen langen Arbeitstag durchstehen, ohne an die Ladestation zu müssen. Trotzdem ist es sinnvoll, einen zweiten Ersatzakku bereitzuhaben. Gute Akkuschrauber zeichnen sich durch hochwertige Qualität im Gehäuse und den mechanischen Teilen wie dem Motor und dem Getriebe aus.
  • Was sich eher wie bei den Teilen eines Autos anhört, ist auch bei einem Akkuschrauber vorhanden. Wichtig für einen guten Akkuschrauber ist eine einstellbare Rutschkupplung, die den exakten Drehmoment gewährleistet. Dadurch können Schrauben so in das Material eingedreht werden, das der Schraubenkopf nicht zu tief in das Material eindringt.
  • Gerade bei der Verarbeitung zum Beispiel von Gipskartonplatten darf die Schraube nicht durch die Kartonkaschierung gedrückt werden. Auf der anderen Seite werden Akkuschrauber auch zum Bohren genutzt, wenn ein entsprechendes Bohrfutter zur Aufnahme von Bohrern vorhanden ist. Hierzu benötigt der Akkuschrauber oder Bohrschrauber wieder mehr direkte Leistung, die zum einen durch die elektronische Drehzahlregelung und zum anderen über die einstellbare Rutschkupplung zur Verfügung gestellt wird.

 

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