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Ablöse für eine Einbauküche erhalten? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Plant man einen Umzug stellt sich oft die Frage - Was tun mit der Einbauküche?

Plant man einen Umzug und möchte deshalb das bestehende Mietverhältnis kündigen, stellt sich einem unter Umständen die Frage, was man mit der vorhandenen Einbauküche macht. Da es oftmals nicht möglich ist, dieses Küchenmobiliar den neuen Wohnräumen anzupassen, liegt es nahe, die Einbauküche an den nachfolgenden Mieter gegen eine zu vereinbarende Ablösesumme weiterzugeben. Das ist in der Praxis durchaus üblich und kann für beide Seiten von Vorteil sein.

Zunächst besteht aber die Möglichkeit, die Einbauküche dem Vermieter des Wohnobjekts zum Kauf anzubieten.

  1. Ist die Küche neuwertig oder in gut erhaltenem, voll funktionsfähigem Zustand, kann dies für den Vermieter eine Aufwertung seines Objektes bedeuten, jedoch übernimmt er mit dem Erwerb der Küche auch alle sich daraus ergebenden etwaigen Reklamationen des Nachmieters an Möbeln und Geräten.
  2. Das kann ein Grund sein, weshalb die Übernahme der eingebauten Küche vom Vermieter abgelehnt wird.

Eine weitere Option besteht darin, die vorhandene Küche dem Nachmieter anzubieten.

  1. Im Vorfeld ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Angebot der Küchenablöse in der Werbung zur Vermietung des Objektes Erwähnung findet, damit der potenzielle Nachmieter über diese Möglichkeit informiert ist.
  2. Wird die Immobilie über einen beauftragten Makler weitervermittelt, sollte dieser in Kenntnis gesetzt werden, gegebenenfalls auch über die Höhe des Verkaufspreises, denn das Vorhandensein einer Küche kann für den Nachmieter eine wichtige Entscheidungshilfe sein.
  3. Ist ein Nachmieter gefunden, obliegt es allein dem Vormieter, sich mit ihm über den eventuellen Verbleib der Einbauküche zu einigen.
  4. Möchte der Nachmieter zwar das Mietobjekt, jedoch nicht die Küche übernehmen, ist der Vormieter verpflichtet, das Küchenmobiliar bis zum Termin des Auszugs bzw. der Übergabe der Wohnräume an den Vermieter, zu entfernen.
  5. Kommt der Vormieter dieser Pflicht nicht fristgerecht nach, trägt er die Kosten für den Ausbau und Entsorgung der Küche durch den Vermieter.
  6. Besteht jedoch von Seiten des Nachmieters Interesse, versucht man mit ihm eine Einigung zu erzielen.
  7. Die Möbel und die Küchengeräte werden begutachtet und eine Ablösesumme vereinbart. 
  8. Es ist empfehlenswert, einen Kaufvertrag abzuschließen, damit es im Nachhinein nicht zu Reklamationen kommt.
  9. Im Internet kann man Musterverträge für den Küchenverkauf finden, die wichtige Punkte wie Zahlungsweise, Abnahme des Verkaufsgegenstandes, Haftung und Eigentumsübergang regeln.
  10. Die Bezahlung für die Einbauküche erfolgt nach Vereinbarung, jedoch sollte sie in jedem Fall VOR Übergabe der Schlüssel und der Wohnräume erfolgen, damit es später nicht zu Unstimmigkeiten kommen kann.

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