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Baupreisindex - Was ist das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Der Baupreisindex ist in statistisch ein bedeutender Anzeiger.

Wer schon einmal mit öffentlichen Verwaltungen zu tun gehabt hat, der weiß: Statistiken gibt es für alle möglichen und unmöglichen Dinge. Im Bereich des Baupreises, also des Preises für die Errichtung bestimmter Gebäude, sind diese Statisken allerdings bedeutend. Der Baupreisindex ist in diesem Fall der bedeutendste Anzeiger.

Die Entwicklung eines Preises

  • Wichtig ist: Der Baupreisindex zeigt nicht die Kosten zur Erbringung einer Bauleistung an. Dies zeigt der Baukostenindex an. Der Baupreisindex dagegen zeigt die Entwicklung der Baupreise an, wobei jeweils Bezug auf ein Basisjahr genommen wird. 
  • Er wird vom Statistischen Bundesamt jedes Quartal herausgegeben, und basiert auf den Erhebungen der Bauwirtschaft. Für die Veröffentlichung sind die jeweiligen Landesämter zuständig.
  • Widergegeben wird damit die langfristige Entwicklung der Preise für bestimmte Bauleistungen. Ermittelt werden dabei die Werte für vier Bereiche:
  • den konventionellen Neubau im Hochbau, also die Bauten, die als Wohn- oder Bürogebäude, oder als gewerbliche Betriebsgebäude gestaltet sind,
  • den Neubau von Einfamilienhäusern in einer vorgefertigten Machart, also Fertighäuser,
  • den Neubau im Tiefbau, also Straßen, Brücken, oder auch Ortskanäle,
  • die Instandhaltung von Mehrfamiliengebäuden, sowie
  • die Architekten- und Ingenieurleistungen.
  • Besonders wichtig ist der Baupreisindex bei der Berechnung der Gebäudeversicherung. Der sogenannte Wert 1914 eines Gebäudes wird mithilfe des Baupreisindizes ermittelt, woraus dann letztendlich die Versicherungssumme ermittelt wird. 
  • Aus diesem Grund schaut die Versicherungsindustrie jedes Jahr aufs Neue auf die Entwicklung des Baupreisindizes. Von besonderem Interesse ist der Baupreisindex natürlich auch für die Bauindustrie, die anhand dieses Indizes die Entwicklung ihres Geschäftes nachverfolgen kann.

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