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Die verschiedenen Klassen im Energieausweis

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Wer sich heute für eine Immobilie entscheidet, soll auch das Recht haben im Vorfeld zu wissen, in welcher Energieklasse sie sich befindet.
Im Energieausweis, der seit einiger Zeit verpflichtend beim Verkauf eines Objektes vorgelegt werden muss, wird der Heizbedarf des Gebäudes präsentiert. Das erspart Überraschungen, wenn der Besitzer nach der Heizperiode bemerkt, dass das Gebäude ein wahrer Energiefresser ist.

Fact Box

  • Der Ausweis umfasst neun Klassen, wobei in der Regel ab der Klasse D von einem nicht sanierten Haus gesprochen wird. 
  • Der Energieausweis ist seit einiger Zeit ein Pflichtbestandteil beim Verkauf der Immobilie.
  • Im Energienachweis selbst, muss nicht nur der Energiebedarf ermittelt werden, sondern unter anderem auch der Heiztechnikenenergiebedarf sowie auch Maßnahmen, die das Haus wirtschaftlich verbessern.
  • Wer eine Immobilie verkaufen will, muss den Energieausweis vorlegen.
  • Das Haus betreffende Förderungen werden oftmals nur mit einem gültigen Energieausweis gewährt (sofern ein gewisser Wert erreicht wird).

Neun Kategorien präsentieren den Zustand der Immobilie

Beim Energieausweis wird eine Kategorisierung in Klassen vorgenommen. Das bedeutet, dass die Klassen im Energieausweis dazu beitragen, dass der Kunde weiß, in welchem Bereich das Gebäude liegt. Der Ausweis wird nach den OIB Richtlinien 6 ausgestellt. Ermittelt wird der Heizwärmebedarf (kurz: HWB) pro Quadratmeter der Brutto-Grundfläche beim Referenzklima (kurz: Ref). Insgesamt gibt es folgende Klassen im Energieausweis: A++, A+, A, B, C, D, E, F und G:

  • Klasse A++ bedeutet einen maximalen Wert von 10 kWh/m² BGF-Ref (das klassische Passivhaus)
  • Klasse A+ bedeutet einen maximalen Wert von 15 kWh/m² BGF-Ref
  • Klasse A bedeutet einen maximalen Wert von 25 kWh/m² BGF-Ref (in der Regel ein Niedrigenergiehaus mit einer Komfortlüftung)
  • Klasse B darf einen Wert von maximal 50 kWh/m² BGF-Ref nicht übersteigen (Energiesparhaus)
  • Klasse C bedeutet einen maximalen Wert von 100 kWh/m² BGF-Ref (ein klassischer Neubau bzw. eine Sanierung auf dem neuesten Stand laut TBV).
  • Klasse D liegt bei maximal 150 kWh/m² BGF-Ref
  • Klasse E bedeutet einen maximalen Wert von 200 kWh/m² BGF-Ref
  • Klasse F liegt bei maximal 250 kWh/m² BGF-Ref
  • Klasse G übersteigt die 250 kWh/m² BGF-Ref
  • Sollte ein Neubau eines Gebäudes geplant werden, ist es ratsam, dass zumindest die Klasse A erreicht wird. Bei umfangreichen Sanierungen sollte der Wert in den Klassen B und C liegen. 

 

Welche Angaben müssen im Ausweis zu finden sein?

Weitere Pflichtangaben im Energieausweis sind:

  • Der Heiztechnikenenergiebedarf des Gebäudes muss enthalten sein. Der Wert gibt an, wie hoch die Verluste der Haustechnik sind, wenn die Heizung bzw. das Warmwasser in Betrieb sind. 
  • Auch demenstprechende Maßnahmen müssen im Ausweis vorhanden sein. Das bedeutet, dass sehr wohl auch darauf geachtet wird, dass eine wirtschaftliche Verbesserung des Gebäudes eintritt.

 

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