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Einfahrt Pflastern - Tipps und Tricks

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Wer seine Einfahrt pflastern will, sollte vor dem Beginnen einiges Bedenken, damit er auch lange Freude an seiner Arbeit hat.

Wer seine Einfahrt pflastern will, sollte vor dem Beginnen einiges Bedenken, damit er auch lange Freude an seiner Arbeit hat. Die erste Überlegung dient natürlich der Belastbarkeit. Eine hauseigene Zufahrt wird mindestens so ausgelegt, dass sie mit einem Pkw befahren werden kann. Außerdem muss man eine Entscheidung treffen ob man eine lose oder eine feste Einfahrt pflastern will. 
Eine feste Pflasterfläche erfordert prinzipiell mehr Material, da hier die Pflastersteine in Bettungsmörtel mit Haftschlämmen verlegt und auch mit entsprechendem Mörtel verfugt werden. Außerdem dauert der gesamte Prozess, bis die Pflasterfläche befahrbar ist, länger. Eine lose Pflasterfläche verursacht dagegen weniger Kosten, ist schneller fertig und lässt das Regenwasser durch. Allerdings können sich in den Fugen auch Ameisen und lästige Unkräuter ansiedeln.

Vorbereitende Arbeiten

  • Zuerst wird die Fläche ausgemessen und abgesteckt. Wichtig ist dabei, dass man auch wirklich rechte Winkel schafft. Das sollte man unbedingt mit einem Winkelmaß überprüfen. 
  • Danach wird die obere Schicht des Untergrundes abgehoben und von Steinen und Unkraut gesäubert. Als Maß für den Aushub dienen Pflasterhöhe und Dicke von Schotter- und Kiesschicht. Der Untergrund sollte relativ eben sein und ein Gefälle von 2,5 Zentimetern auf 2 Metern ausweisen, damit später das Wasser abfließen kann. 
  • Anschließend werden die Kantensteine eingesetzt. Man beginnt mit einer Seite. Damit man später keinen Verschnitt hat, legt man probehalber eine Reihe Pflastersteine bis zur anderen Seite, bevor man diese Kante einsetzt. So geht man sicher, dass man sich nicht vermessen hat. 
  • Die gesamte Innenfläche wird nun mit dem Plattenrüttler verdichtet. Darauf bringt man eine etwa 10 Zentimeter dicke Schotterschicht auf. Diese wird ebenfalls angerüttelt. 
  • Danach folgt ein 5 Zentimeter dickes Kiesbett. Das wird gleichmäßig verteilt und mit einer Abzugslatte absolut plan gezogen. 

Vor dem eigentlichen Beginnen

  • Um den benötigten Materialbedarf zu ermitteln, muss man die zukünftige Einfahrt erst einmal ausmessen. Neben den Steinen für die Pflasterfläche braucht man Schotter und Kies für den Unterbau und für das Verfugen, wenn man sich für eine lose Fläche entscheidet. Alle Pflasterflächen sollten übrigens auch mit den entsprechenden Randsteinen versehen werden. 
  • Beim Kauf der Pflastersteine ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich für befahrbare Flächen eignen. Mit welchen Steinen man seine Einfahrt pflastern möchte, hängt natürlich auch vom persönlichen Geschmack und dem vorhandenen Budget ab. Am einfachsten lassen sich die schmucklosen Rechtecksteine aus Beton verlegen. Die sind meist auch am preiswertesten.
  • Damit die Einfahrt auch richtig stabil wird, sollte man sich für die Bauzeit einen Plattenrüttler mieten. 

Jetzt endlich: Die Einfahrt pflastern

  • Auf das Kiesbett werden die Pflastersteine eng aneinandergelegt.
  • Man arbeitet so, dass man auf die fertige Pflasterfläche tritt und die Steine vor sich in den ebenen Sand legt.
  • Das geht viel schneller als die Vorbereitungsarbeiten. Ab und zu sollte man die bereits gelegte Fläche mit der Abzugslatte kontrollieren.
  • Liegt sie auf allen Steinen auf, hat man gerade gearbeitet. Ist alles fertig, folgt ein letzter Einsatz für den Rüttler.
  • Anschließend wird feiner Kies verteilt, der, wenn er getrocknet ist, mit einem Besen in die Fugen gefegt wird. 

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