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Funktionale Wohnungseinrichtung? - Ideen für kleine Wohnungen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
Gerade in kleinen Wohnungen sollten Sie auf die Funktionalität der Möbel achten. Hier gibt’s Tipps …

Kleine Wohnungen sind nicht unbedingt auch gleichzusetzen mit wenig Lebensraum. Je kleiner Ihre Wohnung ist, umso sorgfältiger sollten Sie die Art der Einrichtung auswählen, um nicht „erdrückt“ zu werden und sich wie in einer Höhle zu fühlen. Anhand der richtigen Möbel in Verbindung mit Farben und besonderen Hinguckern werden Sie sich auch „in der kleinsten Hütte“ wohlfühlen - ich weiß es genau, denn ich lebe mit meinem Partner in einer kleinen 47m²-Wohnung.

  • Hier in diesem Artikel gehe ich zunächst davon aus, dass Sie etwas Geld in die Einrichtung stecken können – nicht übermäßig, denn es kommt nicht auf das Teure an, sondern Sie können die Tipps genauso gut mit preiswerten Discountermöbel umsetzen.
  • Falls Sie darauf angewiesen sind, sich möglichst kostenlos oder eben sehr kostengünstig einzurichten – zum Beispiel bei Ihrer ersten Wohnung, Ihrer Studentenbude oder auch wenn Sie einfach das Geld nicht dazu übrig haben – dann bitte ich Sie, sich die Tipps zu merken und zum Beispiel in Second-Hand-Läden oder Sozialen Einrichtungen, die auch Möbel für kleines Geld verkaufen, danach zu schauen.
  • Funktionell eingerichtete Wohnungen müssen nicht „arm“ aussehen. Es muss kein Abstieg sein, in eine kleine Wohnung umzuziehen oder umziehen zu müssen. Also Kopf hoch – und Ihre Phantasie anregen lassen. Viel Spaß dabei!

Kleine Wohnungen einrichtung und pflegen

  • Schauen Sie sich Ihre Wohnung zunächst ganz in Ruhe an, messen Sie sie sehr sorgfältig aus und machen Sie einen Plan auf Kästchenpapier. Dazu benötigen Sie eine grobe Liste von für Sie wichtigen Plätzen in der Wohnung und stellen Sie Fragen an sich selbst, was die notwendigen Dinge für Sie angeht. Wie viel Platz benötige ich auf jedem Fall für Kleidung, Schuhe, Bücher, CDs, DVDs etc.? - Gerade diese „kleinen“ Dinge sollten im Vorfeld untersucht werden.
  • Es sollte Ihnen klar sein, dass Sie vor dem Umzug ausmisten müssen – und auch, wenn Sie schon in der kleinen Wohnung leben, ist es notwendig, dieses Ausmisten alle halbe Jahre zu tun. Auf wunderliche Weise vermehren sich Dinge und wenn man nicht aufpasst, dann ist die Wohnung ratzfatz zugemüllt.
  • Küche: Ist eigentlich der Raum, den man am leichtesten einrichten kann. Einbauküchen sind gerade für kleine Wohnungen ideal, weil einfach jedes Stückchen der Wand verplant werden kann. Preiswerte Einbauküchen gibt es schon bei Möbel-Discountern. Nehmen Sie helle Farben, aber möglichst kein Weiß, weil dies bei preiswerten Möbeln meist auch „billig“ aussieht. Beige oder helle Holztöne sind ideal – eventuell in Verbindung mit ganz hellen Grün- oder Blautönen. Pastellfarben sind angesagt und verschaffen auch der kleinsten Küche viel optischen Raum.
    Sie werden keine zehn Töpfe benötigen, keine vier Pfannen und auch kein 144teiliges Geschirr oder Besteck. Trennen Sie sich von überschüssigen Dingen. Selbst wenn Sie häufig Besuch bekommen, reicht im Normalfall die Ausstattung für 6 Personen. Den „freien Raum“ in den Schränken nutzen Sie als Lebensmittellager. Denken Sie an die Anordnung der Lebensmittel. Das, was Sie wenig brauchen, kommt nach hinten, aber Gewürze, Mehl, Brühe etc. nach vorne. Jedes halbe Jahr bitte kontrollieren – Sie werden erstaunt sein, was sich im Laufe der Monate alles nach hinten „verkriecht“. In unteren Schränken können Sie im Einzelfall auch Handtücher und andere Tischwäsche verstauen.
  • Badezimmer: Es gibt sehr schöne Badezimmerschränke. Ich selber bin kein Fan von den sogenannten „Alibertschränken“, aber wer’s mag, der bekommt sehr viel Kleinzeug unter. Rasierer, Schminke, Zahnputz- und Duschzeugs … - Ich habe stattdessen ca. 1m hohe, stehende Badschränkchen mit undurchsichtiger Glasfront geholt (im Übrigen auch vom Discounter), die genügend kleine Schubfächer sowie zwei größere Türen aufweisen. Da passen auch die Bad-Handtücher hinein. Seit relativ kurzer Zeit sind rechts und links vom Spiegel (da haben wir einen einfachen, aber mit Motivrand dekorierten geholt) noch zwei Hängeschränke, die ebenfalls Glastüren haben – und unsere Medizin und andere Gesundheitsartikel unterbringen.
  • Schlafzimmer: Ähnlich wie in der Küche sollten Sie hier darauf achten, einen Schrank zu holen, der eine ganze Wand komplett bis zur Decke füllt. Sie werden selbst zu zweit genügend Raum für liegende wie auch hängende Klamotten haben. Bettwäsche etc. habe ich unter den hängenden Jacken und Hemden liegen, allerdings wegen der Staubanfälligkeit im Schlafzimmer in Kleidersäcken verpackt, die man im Bedarfsfall mit dem Staubsauger sogar noch luftleer saugen kann. Unter den anderen hängenden Teilen habe ich zwei Schubladen einsetzen lassen (es geht aber auch mit Pappkartons, die es in allen Geschäften gibt), in denen Schlafanzüge etc. liegen bzw. Unterwäsche untergebracht ist. Sowieso ist Ordnung im Kleiderschrank „die halbe Miete“ – daher wird auch hier jedes halbe Jahr ausgemistet bzw. wieder umgeräumt: Wintersachen – Sommersachen jeweils griffbereit.
    Bücher können über das Bett auf Regalen untergebracht werden – aber Achtung: Staubfänger und blöd sauber zu machen … - Wenn Sie Geld für ein neues Bett ausgeben wollen, dann holen Sie sich doch eines mit Schubladen darunter. Ist ein Superplatz für dicke Pullover, Winterstiefel, Bettwäsche, Zeitschriften und was auch immer …
  • Wohnraum: Da Sie den Hauptteil Ihrer Sachen in den „Nebenräumen“ Küche, Bad und Schlafzimmer unterbringen können, bin ich mir sicher, dass Sie das Wohnzimmer nur noch mit relativ wenigen Möbelstücken bestücken müssen. Sideboards sind tolle Einrichtungsgegenstände, die Ihnen zwar noch Unterbringungsmöglichkeiten bieten, aber die Wände in Kopfhöhe frei lassen. Ebenso bieten Ihnen Glasregale mit einigen Dekostücken genügend Luft. Hin und wieder ein Bild an der Wand – auf keinem Fall das Wohnzimmer voll stellen.

 

So frei sieht auch die kleinste Wohnung groß und gemütlich aus. Mit etwas Farbflecken, bunten Kissen, Blumen oder einer tollen farbigen Tischdecke (alles möglichst in den sogenannten Landhausfarben) – und Sie werden sich wohl fühlen. Vermeiden Sie harte Gegensätze (schwarz-weiß), sondern lassen Sie weiche Farben ineinander fließen. So verwischen sich die Grenzen zwischen den Räumen und alles wirkt wesentlich größer. Viel Spaß mit Ihrer Wohnung!

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