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Grundbucheintrag ändern lassen? - Dies ist in Österreich zu beachten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Das Grundbuch ist ein amtliches Grundstücksverzeichnis. In ihm werden die Eigentumsverhältnisse ...

Das Grundbuch ist ein amtliches Grundstücksverzeichnis. In ihm werden die Eigentumsverhältnisse niedergelegt, die mit dem Grundstück verbunden sind. Außerdem werden im Grundbuch die aus dem Grundstücksbesitz resultierenden Eigentümerrechte verzeichnet sowie die auf ihm liegenden Lasten.

  • Die Rechte, die ins Grundbuch eingetragen werden können, sind genau umschrieben: Das Baurecht, das Pfandrecht, Eigentum und Wohnungseigentum, Dienstbarkeiten, Reallasten. Verwaltet wird das Grundbuch in Österreich durch die Bezirksgerichte.
  • Für die Grundbuchführung sind Rechtspfleger zuständig.

Wichtige Hinweise zum Grundbucheintrag

  • Bereits seit 1990 ist das österreichische Grundbuch digitalisiert worden. Trotzdem musste bis 2009 jeder Grundbuchsgesuch per Post an die Bezirksgerichte geschickt werden.
  • Auch wenn du einen Grundbucheintrag ändern lassen wolltest, musstest du die Änderung schriftlich einreichen. Die Urkunden hingegen wurden bereits seit 2007 elektronisch übermittelt.
  • Seit November 2009 hat sich das Verfahren vereinfacht. Wenn du jetzt einen Grundbucheintrag ändern willst, kann dies auf rein digitalem Weg geschehen.
  • Auf diese Weise sparen beide Seiten, sowohl die Bezirksgerichte als auch die Antragsteller, Zeit und Geld. Wenn du dich z. B. vor November 2009 auf dem alten, schriftlichen Weg als Eigentümer eintragen lassen wolltest, konntest du, wenn du Pech hattest, 6 Monate und länger darauf warten, den Grundbucheintrag zu ändern.
  • Aber auch andere, simplere Änderungsanträge waren mit viel Warterei, hohen Gebühren und komplizierten Antragsstellungen verbunden, z. B., wenn du den Kredit für dein Eigentum abbezahlt hattest und das Pfandrecht aus dem Grundbuch löschen lassen wolltest.
  • Um einen Grundbucheintrag ändern zu lassen, bedarf es heutzutage nur eines Gangs zum Notar, der den entsprechenden Antrag einschließlich aller evtl. Urkundenbeilagen voll elektronisch einbringt.
  • Natürlich musst du deinen Ausweis dabei haben, bundeslandabhängig auch den Staatsbürgerschaftsnachweis sowie die Einlagezahl des Grundbuchs. Das Bezirksgericht überprüft die Daten und gibt sie, ebenfalls per Mausklick, frei.
  • Was früher Tagen und Wochen brauchte, ist heutzutage sofort erledigt. Selbst eine Grundbuchänderung bei Eigentümerwechsel kann innerhalb weniger Stunden erledigt werden.
  • Eine solche Arbeits- und Papierersparnis hat sich bei den Grundbuchgerichten in sinkenden Verwaltungskosten niedergeschlagen. Diese sind in entsprechend gesunkenen Gebührensätzen weitergegeben worden.
  • Wenn du z. B. ein Pfandrecht löschen lassen willst oder ein Eigentümerwechsel eingetragen werden soll, zahlst du seither statt 45,- € nur noch 38,- € pro Verwaltungsvorgang.

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