Foto: Shutterstock.com / Im Grundbuch sind in Österreich sämtliche relevante Infos zu Liegenschaften bzw. Grundstücken vermerkt.

Grundbucheintrag einsehen in Österreich - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Möchtest Du die Eigentumsverhältnisse an einem Grundstück kennenlernen, dann hilft Dir eine Grundbucheinsicht weiter.
Diese ist in Österreich auch leicht möglich, hat doch jeder Bundesbürger hierzu das Recht. Dieses Recht ergibt sich unmittelbar aus § 7 des Allgemeinen Grundbuchgesetzes (GBG).

Bitte beachten

Die Verfahrensweise

Grundsätzlich ist es so, dass sich der Antragsteller an das zuständige Bezirksgericht wenden muss. Zuständig ist immer das Bezirksgericht, in dessen Sprengel sich das jeweilige Grundstück befindet. Sachlich zuständig bei dem jeweiligen Bezirksgericht ist der Grundbuchführer. Dieser hat die notwendigen Abschriften und Auszüge dem Antragsteller zu erteilen. Dies ergibt sich unmittelbar aus § 7 Abs. 2 GBG. Du hast natürlich auch eine zweite und etwas bequemere Möglichkeit: Das Internet ermöglicht nämlich einen Online-Zugang zu dem jeweils zuständigen Grundbuchamt. Insoweit besteht die Möglichkeit einer entsprechenden Online-Anfrage.

Gründe für eine Einsicht in das österreichische Grundbuch

  • Wer in Österreich einen Grundbucheintrag einsehen will, kann verschiedene Gründe haben.
  • Es sind vor allem Kaufinteressenten, die häufig einen Grundbucheintrag einsehen wollen, zumal diese sich vorab für die Eigentumsverhältnisse interessieren.
  • Das Vorhandensein etwaiger Belastungen wie Wohnrechte, Wegerechte oder auch Leitungsrechte können zudem vor dem Erwerb einer Immobilie von Bedeutung sein und das Kaufverhalten dementsprechend beeinflussen.
  • Aber Du erfährst über eine Grundbucheinsicht in Österreich auch etwas über die Geschichte des Grundstücks. Denn aus dem Grundbuch sind die letztgültigen Eintragungen zu entnehmen.
  • So wird beispielweise jeder Eigentümerwechsel dokumentiert. Ferner kann die Grundbucheinsicht in erbrechtlichen Angelegenheiten von Bedeutung sein. Ist der Erblasser Miteigentümer eines Grundstücks, so ergibt sich aus der Grundbucheinsicht dessen Eigentümerschaft mit den dazugehörigen Anteilen.
  • Bist Du Erbe und gehört zum Nachlass ein Grundstück, dann solltest Du auf jeden Fall den Grundbucheintrag einsehen, da in dem jeweiligen Grundbuch etwaige Belastungen oder Beschränkungen eingetragen sind, sagt dies über den Wert eines Grundstücks sehr viel aus.
  • Zudem können etwaige Schulden des Erblassers, die über das Grundbuch dinglich abgesichert sind, ersichtlich werden. So findest Du beispielsweise heraus, ob ein Nachlass überschuldet ist.

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