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Haus-Beleuchtung: Welche Lampen man verwenden sollte

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Energiesparen bei der Hausbeleuchtung

Das Thema Energiesparen ist weltweit aktuell. Klar ist: Ohne Energie sind moderne Produktion und Lebensweise nicht denkbar. In Österreich wird mehr Strom importiert als exportiert. Das sollte auch hinsichtlich der Energiepreise zum Nachdenken zwingen. Es gilt, den modernen Lebenserfordernissen Rechnung zu tragen und dennoch Energie, insbesondere Strom, einzusparen.

 

Die Beleuchtung beansprucht in Haushalten 5 bis 10 Prozent, in Unternehmen stellt sich die Gewichtung von Beleuchtung und anderem Energieverbrauch ähnlich dar. Es gilt allerdings in allen Verbrauchskategorien Energie zu sparen. Besonders für die privaten Haushalte lässt sich beim Stromverbrauch für die Beleuchtung sehr effizient ansetzen.

Alternativen für die Beleuchtung im privaten Haushalt

  • Ersatz der alten Glühlampen durch Energiespar- und LED-Leuchten
  • Ersatz von Niedervolt-Halogen Leuchten durch IRC-Halogen Leuchten
  • Ersatz der Leuchtstoffröhren Standard durch Dreibanden-Leuchtstofflampen
  • In Außenbereichen vermehrt Solarleuchten und LEDs einsetzen

Abschied von der alten Glühlampe

Die herkömmliche Glühlampe hat ausgedient. Zu ihr führt kein Weg zurück. Ziel der EU Richtlinien für energiesparende Beleuchtungsalternativen zur Glühbirne ist vor allem die generelle Senkung und Kontrolle des ständig rasant ansteigenden Energiebedarfs im Beleuchtungssektor. Seit 2012 müssen sich auch hartnäckige Verfechter der Glühbirne mehr und mehr von dem alten Leuchtmittel verabschieden.

Die Energiesparlampe

Als erste Alternative zur herkömmlichen Glühbirne kamen die Energiesparleuchten auf den Markt. Die Energiesparleuchten der ersten Generation fanden wenig Sympathie durch ihr eher kaltes Licht und die lange Reaktionszeit bis zur vollständigen Lichtfülle. Diese Kinderkrankheiten hat die Energiesparlampe inzwischen überwunden. Heute gibt es Energiesparlampen, die angenehm warmes Licht verbreiten, sie sind formschöner geworden, haben vielfach auch entschieden kürzere Reaktionszeiten nach dem Einschalten. Gegen die Lampen gibt es darüber hinaus Gesundheits- und Umweltbedenken. Die Energiesparleuchten enthalten Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Gehen die Lampen entzwei, entlädt sich Quecksilber. Ratschläge, in diesem Fall die Fenster zu öffnen und den Raum für längere Zeit zu verlassen, muten für viele Verbraucher wenig beruhigend an. Es mag umstritten sein, wie weit die freigesetzte Menge einer zersplitterten Energiesparlampe wirklich nachhaltig schädigend für Menschen ist, der Lampe haftet ein Makel an. Etliche Hersteller reagierten darauf mit Energiesparleuchten mit bruchsicherer Ummantelung. Eines steht unbedingt fest: Die Energiesparlampe ist ein ausgezeichneter Stromsparer. Ihr Einsatz wird bei der Stromrechnung sichtbar.

LED-Leuchtmittel

Die Entwicklung der Leuchtdioden ist nicht neu. Allerdings brauchte es seine Zeit, bis die LED-Lampen soweit entwickelt wurden, dass sie auch den Ansprüchen an den Alltagsgebrauch einer Beleuchtung standhalten konnten. Inzwischen haben die LEDs die Sparlampen auf allen Ebenen überholt. Sie sind noch effizienter bei der Stromersparnis. Sie verbreiten Licht in allen gewünschten Farben, auch das wohnliche warmweiße Licht. LEDs sind kein Sondermüll. Das Zerbrechen hätte keine gesundheitsschädlichen Folgen. Die Frage stellt sich aber nicht, da eine solche Lampe faktisch unzerbrechlich ist.

Vergleich von Glühbirnen, Energiesparlampe und LED bei zehnstündiger Brenndauer täglich für den Strom-Jahresverbrauch:

  • Glühlampe 100 W – Stromkosten jährlich 102,20 Euro
  • Energiesparlampe 23 W (100 W Glühbirne) – Stromkosten jährlich 23,51 Euro
  • LED-Leuchte 10 W (ca. 100 W Glühbirne) – Stromkosten jährlich 10,22 Euro


Mit Abstand liegt also auch bei den Stromkosten die LED-Leuchte weit vorne. Hier fallen immerhin bei vergleichbarem Verbrauch nur noch um die Hälfte der Stromkosten einer Energiesparlampe an. Noch einige weitere Vorteile sprechen für diese Beleuchtung. Die LEDs lassen sich infolge ihrer hohen Stabilität ausgezeichnet sowohl in Innen- wie in Außenbereichen sparsam einsetzen. Neue Herstellungstechnologien und große Nachfrage lassen außerdem die Preise spürbar purzeln.

 

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