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Heizbedarf: Was ist der Energieausweis?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Der Energieausweis, auch Energiepass für Wohngebäude oder Energiesparausweis genannt, bewertet ein Gebäude nach seinem Energieverbrauch.
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Fakten

Der Energieausweis ist seit 2010 Richtlinie für die Energieeffiziens von Gebäuden. Vereinfacht ausgedrückt werden alle Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung ausgewertet und in Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter zusammengefasst. Ein sehr gutes Energieverhalten erkennen Sie bei Kennzahlen bis 120 und wenn sich die Farbskala im grünen Bereich bewegt.

Formen

Es gibt zwei Formen von Energieausweisen.
Beim Verbrauchsausweis werden die Verbrauchsdaten aus den reellen Zahlen der letzten 3 Jahre errechnet. Diese Daten hängen sehr vom jeweiligen Heizbedarf der Bewohner ab und wird eher nicht empfohlen.
Beim Bedarfsausweis werden die Bausubstanz und die Gebäudedaten mit in die Berechnung einbezogen. So lassen sich exaktere Werte darstellen. Verbessert werden kann der Energiebedarf durch eine gute Fassadendämmung, Wärmeschutzfenster und einwandfreie technische Anlagen. Ihre tatsächlichen Kosten für Heizbedarf und Strom lassen sich daraus nicht entnehmen, da Ihr persönliches Heizverhalten berücksichtigt werden muss. Ein hoher Heizbedarf schlägt sich auf den Energiekennwert nieder. Bei einem hohen Heizbedarf sollten Sie Ihre Gewohnheiten überprüfen und ändern.

Hinweise

Bei jedem Verkauf oder Neuvermietung einer Wohnung oder eines Gebäudes muss ein vollständiger und korrekter Energiepausweis vorgelegt werden, ansonsten droht ein Bußgeld. Auch als Käufer oder Mieter sollte man sich den Energieausweis zeigen lassen, denn so erkennen Sie schon einen durchschnittlichen Energieverbrauch und eventuelle Schwachstellen, welche sich in hohen Sanierungskosten niederschlagen können. Ein Energieausweis für eine Wohnung bezieht sich immer auf ein Gebäude und wird so von vielen Faktoren beeinflusst. Bei höheren Kennzahlen können energiesparende Maßnahmen nötig sein.

Wer stellt die Energieusweise aus?

Sie werden von Architekten und Handwerkern sowie von speziell geschulten Personen aus dem Bereich Hochbau und Bauingenieurwesen sowie einigen anderen Berufsgruppen ausgestellt. Voraussetzung ist aber, dass sie eine entsprechende Qualifikation nachweisen können.

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